Wiederentdeckte Geschichte: Freiwillige setzen den vergessenen Namen der Ahnen in einem Kölner Friedhof zurück
Wiederbelebung der Geschichte: Ein Denkmal für die vergessenen Seelen von Cologne, Minnesota
In einem kleinen Städtchen wie Cologne, Minnesota, gibt es oft verborgene Geschichten, die nur darauf warten, wiederentdeckt zu werden. Ein engagiertes Team von Freiwilligen hat sich der Herausforderung gestellt, das verlorene Erbe eines 19. Jahrhunderts Friedhofs neu zu beleben. Nach jahrzehntelangem Verfall und dem fast vollständigen Vergessen von 418 Namen, wurde nun ein neues Denkmal errichtet, das die Namen derjenigen würdigt, die fast in der Vergessenheit verschwunden wären.
Ein Familiengeheimnis eines Gründungsvaters
Unter denjenigen, die auf die Wiederentdeckung ihrer Wurzeln hofften, war auch Judy Glander, deren Familie die Stadt Cologne mitbegründete. Jahrzehntelang suchte sie nach dem Grab ihres Urgroßvaters und fragte sich: „Wo ist er geblieben?“ Während der Urgroßvater Mitglied der Saint Bernard Gemeinde war, gab es lange Zeit keine Spur von ihm.
Die katholische Kirche Saint Bernards hat zwei Friedhöfe, von denen einer seit der ersten Beisetzung im Jahr 1880 gut gepflegt wird. Der andere Friedhof, der 1857 eröffnet wurde, fiel jedoch nach seiner Erschöpfung in den frühen 1900er Jahren in den Verfall.
Ein Mann mit einer Mission
Roger Storms, ein Bewohner von Cologne und Mitglied der Saint Bernards Gemeinde, übernahm die Leitung des Projekts zur Wiederherstellung der Grabsteine. „Früher gab es hölzerne Kreuze oder einfache Steine“, erklärte er. In den 1960er Jahren gab es dann Vandalismus, der viele dieser Erinnerungsstücke zerstörte. Nur einige wenige Grabsteine überlebten, und Roger konnte nicht tatenlos zusehen, wie die Vorfahren von Cologne in der Versenkung verschwanden.
Sprachbarrieren überwinden
Um die alten Begräbnisunterlagen – die damals nur in einer deutschen-lateinischen Hybrid-Sprache geführt wurden – zu entziffern, engagierte Roger eine Nonne, die beide Sprachen beherrschte. Sein Cousin Jim half ihm, die Namen auf einem neuen Granitdenkmal einzuritzen, das den Verstorbenen gewidmet ist.
Rätsel gelöst
„Ich war erstaunt, wie viele junge Kinder und Babys hier begraben liegen“, bemerkte Jim Storms bei der Arbeit an dem Denkmal. Unter den Namen finden sich die Neys – Cornelia, Theodore und die Zwillinge Joanna und Joseph – die alle kurz nach ihrer Geburt starben. Und es gibt auch den Namen, an dem Judy Glander täglich vorbeigeht – ihren Urgroßvater Adam Mohrbacher I, dessen Name fast durch Erosion verloren ging, aber nun für die Nachwelt bewahrt ist.
Ein bleibendes Denkmal
„Ich glaube, es hat das Potenzial, für immer zu bestehen“, sagt Roger Storms optimistisch. Das Denkmal ist nicht nur eine Hommage an die Verstorbenen, sondern auch an die Menschen, die sich 15 Jahre lang für dieses Projekt engagiert haben. Eine der Plaketten auf dem Denkmal beschreibt die Wiederherstellungsbemühungen, sodass die Namen der ehrenamtlichen Helfer ebenfalls in der Geschichte von Cologne weiterleben.
Fazit
Die Rückkehr der Namen und Geschichten auf diesem nahezu vergessenen Friedhof erinnert uns daran, wie wichtig es ist, die Vergangenheit zu bewahren und denjenigen, die vor uns waren, unsere Ehre zu erweisen. Das neue Denkmal in Cologne ist nicht nur ein Ort des Gedenkens, sondern auch ein Symbol für das Engagement und die Entschlossenheit einer Gemeinschaft, die ihre Wurzeln nie vergessen hat.