El Mala kritisiert Gladbacher Jubel nach seinem Derby-Treffer
Said El Mala hat das Derby gegen Borussia Mönchengladbach mit seinem Treffer zum 2:1 entschieden. Danach sagte er, Gladbach habe vor der Kölner Kurve gejubelt, nannte das unsportlich und bezeichnete seine eigene Reaktion darauf als Quittung.

Said El Mala hat das Derby gegen Borussia Mönchengladbach mit seinem Treffer zum 2:1 entschieden. Es war sein zweites Saisontor. Danach lief der 20-Jährige vor die Südtribüne und ließ sich vom Anhang feiern. Den Jubel auf den Rängen beschrieb er als unglaublich.
Während seines Jubels legte El Mala die Hand ans rechte Ohr und zeigte mit dem Finger auf die Gladbacher Seite. Er erklärte, Gladbach habe vor der Kölner Kurve gejubelt. Das tue man vor den eigenen Fans nicht, es sei unsportlich. Seine Reaktion bezeichnete er als Quittung dafür.
Gemeint war laut Bericht Gladbachs Torschütze zum zwischenzeitlichen Ausgleich, Joe Scally. Der US-Amerikaner lief nach seinem Tor Richtung Südtribüne und baute sich dort sekundenlang vor dem Kölner Anhang auf. Erst als Schiedsrichter Florian Badstübner einschritt und ihn wegbeorderte, drehte er Richtung eigene Hälfte ab.
Der Bericht bewertet die Szene als grob unsportlich, die ein ohnehin hitziges Derby unnötig angeheizt habe. Der Express vergab dem Schiedsrichter die Note 2.
Sportlich antwortete El Mala mit seinem Treffer auf dem Platz. Es war sein erster Sieg gegen den Erzrivalen, der ihm im dritten Anlauf gelang. Zudem sei es eine Art Rache-Sieg gewesen, nachdem er in der Jugend am Niederrhein aussortiert worden war.
El Mala räumte ein, dass sich der Sieg gut anfühle. Man spiele Fußball, um Tore zu schießen und so zu jubeln. Jeder Bundesligatreffer sei schön, im Derby aber etwas ganz Besonderes.
Seine Derby-Bilanz lautet nun ein Sieg, ein Unentschieden und eine Niederlage. Dazu sagte der frisch gebackene Nationalspieler, das könnte schlechter aussehen. In Traditionsvereinen sei der Druck immer hoch, umso schöner seien Siege gegen Gladbach oder generell in Derbys.