BVB: Bild-Kolumne sieht nach dem Stress-Oktober Titelchance
Nach dem 2:2 gegen Bremen fragen sich BVB-Fans laut einem Bild-Meinungsbeitrag, ob der Klub erneut eine Herbstschwäche zeigt. Der Autor vertritt die These, dass der BVB bei einem ungeschlagenen Stress-Oktober mit sechs Spielen in 20 Tagen am Saisonende einen Titel gewinnt. Trainer Niko Kovac sei dabei vor allem als Mental-Coach gefordert.

Nach dem 2:2 gegen Bremen, bei dem Dortmund eine 2:0-Führung nicht halten konnte und der Ausgleich in der Nachspielzeit (90.+2) durch Füllkrug fiel, fragen sich laut einem Meinungsbeitrag von Bild erfahrene BVB-Fans, ob dies bereits der erste Vorbote für die traditionelle Herbst- und Winterschwäche des Klubs ist.
Der Autor erinnert daran, dass die vergangene Saison mit einer Häufung von Unentschieden in der Liga und dem frühen DFB-Pokal-Aus in Leverkusen (0:1 im Achtelfinale) begonnen habe. Zum Brandbeschleuniger des europäischen Scheiterns sei danach das Heim-Unentschieden gegen Bodø/Glimt (2:2 am 10. Dezember) geworden. Es seien drei Niederlagen in vier Begegnungen gefolgt sowie das frühe Aus bereits in den Play-offs gegen Bergamo.
Der Autor verneint, dass die Kritiker recht haben, die nach dem ersten Mini-Ausrutscher wieder eine titelfreie Saison vorhersagen. Viel sei ja nicht passiert: Durch den Ausrutscher Bayerns in Augsburg (2:2) liegt Dortmund laut dem Beitrag weiterhin mit zwei Punkten Vorsprung auf Platz zwei und ist punktgleich mit Spitzenreiter Freiburg. Die Mannschaft sei mit vier Siegen hervorragend gestartet, wirke widerstandsfähiger und fokussierter und zeige dank der Einkäufe Karetsas, Nwaneri und Veerman teils wieder spektakulären Fußball.
Die „steile These“ des Autors lautet: Übersteht der BVB den Stress-Oktober unbesiegt, holt der Klub am Saisonende einen Titel. Diese Phase umfasst sechs Spiele in 20 Tagen, zweimal Champions League, einmal DFB-Pokal und dreimal Liga, dazu das Gipfeltreffen bei Bayern am 31. Oktober um 18.30 Uhr auf Sky. Hinzu kommen laut dem Beitrag enorme Reisestrapazen von Norwegen über Berlin und Aserbaidschan bis München mit rund 12.000 Flugkilometern.
Laut dem Autor entscheidet sich in den nächsten drei Wochen, wie gut diese Borussia wirklich ist. Schlüsselfigur sei neben den Stars besonders Trainer Niko Kovac (54), der ab sofort hauptsächlich als Mental-Coach gefordert sei. Bei mehr Spielen als Trainingseinheiten müsse er vor allem abseits des Platzes für die geistige Frische und Widerstandsfähigkeit der Spieler sorgen. Die gefühlte Niederlage gegen Bremen könne ihm dabei am Ende sogar helfen, als frühe Warnung.
Kovac kritisiert laut dem Beitrag, dass die Mannschaft es nicht geschafft habe, die letzten acht Minuten so zu Ende zu spielen, wie es sich gehört, und das müsse man sich vorwerfen. Zugleich motiviert er: Der Kader sei sehr gut und breit, und wenn jeder sein Maximum erreiche, werde man aus den nächsten Spielen und denen im November positiv herauskommen.
Der Autor fordert, dass Kapitän Nico Schlotterbeck (26) seine kapitalen Fehler, wie vor dem 2:1 gegen Bremen, nachhaltig reduziert.
Der Autor wünscht sich, dass der Titel-Blitz nach dem DFB-Pokalsieg 2021 endlich wieder in Dortmund einschlägt, und schreibt, dass nun die Crunchtime für Kovac und seine Stars beginne. Weitere solche Momente wie gegen Bremen seien streng verboten.