Derby-Szene: Fotograf zeigt Gladbacher Profis doppelten Mittelfinger
Beim Derby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach am Sonntag, 11. Oktober 2026, zeigte ein Fotograf mit offiziellem Leibchen den Gladbacher Spielern nach einem Jubel vor der Südkurve den doppelten Mittelfinger. Der Express berichtet, der Fotograf habe sich inzwischen beim Verein entschuldigt.

Der 1. FC Köln gewann das Derby gegen Borussia Mönchengladbach am Sonntag, 11. Oktober 2026, mit 2:1. Auch Stunden nach der Partie sorgt eine Szene mit einem Fotografen für Aufmerksamkeit.
In der 39. Minute klärte die Kölner Mannschaft den Ball nicht richtig. Lukas Ullrich flankte danach unbedrängt von links in den Strafraum, wo Joe Scally frei stand und zum zwischenzeitlichen 1:1 einköpfte.
Die Gladbacher Spieler liefen anschließend zur Eckfahne in Richtung Südkurve und jubelten dort vor den FC-Fans. Ein dort positionierter Fotograf mit offiziellem Leibchen zeigte den Gladbacher Profis den doppelten Mittelfinger.
Auch die FC-Fans reagierten empört, Bierbecher flogen in Richtung der jubelnden Spieler. Schiedsrichter Florian Badstübner griff sofort ein und schickte die Gladbacher aus der Kurve. Danach beruhigten sich die Gemüter schnell, am Ende gewann Köln die Partie 2:1.
Videos und Fotos der Szene verbreiteten sich in den sozialen Netzwerken, wo sie geteilt und kommentiert wurden. Einige Nutzer lobten den Fotografen, andere forderten, ihm die Akkreditierung zu entziehen.
Nach Informationen des Express hat sich der Fotograf inzwischen per E-Mail beim Verein entschuldigt. Dem akkreditierten Fotografen, der zur Neutralität verpflichtet ist, könnten aber Konsequenzen drohen, so der Express.
Diskutiert wurde auch der Auslöser, nämlich der Jubel der Gladbacher vor den FC-Fans. Viele Kölner ärgerten sich über diese Provokation. Gästefans sahen das laut ihrem Standpunkt anders: Da das Tor vor der Südkurve gefallen sei, sei dort auch gejubelt worden. Solche kleinen Provokationen gehörten zu einem solchen Derby dazu und seien das Salz in der Suppe.
Kölns Siegtorschütze Said El Mala (20) machte keine obszönen Gesten. Nach seinem 2:1 lief er vor die Südkurve und wurde dort gefeiert. Dabei fasste er sich ans rechte Ohr und zeigte mit dem Finger auf die Gladbacher Seite. Das war eine Anspielung auf den Jubel nach dem Ausgleich von Joe Scally.
El Mala erklärte, er habe gesehen, dass Gladbach vor der Kölner Kurve gejubelt habe. Das mache man vor den eigenen Fans nicht, es sei unsportlich. Seine Geste sei deshalb eine Antwort darauf gewesen.