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Muslic übt Selbstkritik nach später Niederlage in Freiburg

Schalke-Trainer Miron Muslic übt nach der späten 1:2-Niederlage beim neuen Spitzenreiter SC Freiburg Selbstkritik. Trotz fast halbstündiger Überzahl verlor der Aufsteiger, der nach fünf Spieltagen auf Rang 13 steht.

n-tv.de · 12.10.2026 · 12:18 Uhr

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Schalke-Trainer Miron Muslic hat nach der späten 1:2-Niederlage beim SC Freiburg die Schuld bei sich selbst gesucht. Der 44-Jährige stellte sich vor seine Mannschaft und sagte, er habe die Statik des Teams verändert, was dieser nicht gutgetan habe.

Nach dem Platzverweis gegen Freiburgs Yuito Suzuki spielten die Gelsenkirchener knapp eine halbe Stunde in Überzahl. Dennoch verloren sie, weil Keisuke Goto in der 85. Minute traf und die Partie noch zum 1:2 entschied.

Muslic wollte das entstandene Momentum durch die Überzahl nutzen. Spät brachte er mit Routinier Edin Dzeko und Neuzugang Hee-Chan Hwang zwei frische Kräfte für die Offensive. Er zeigte sich sehr enttäuscht, weil nach seiner Einschätzung ein Punkt absolut drin gewesen sei.

Nach fünf Spieltagen steht der Traditionsverein aus Gelsenkirchen auf Tabellenplatz 13. Nach drei Jahren ohne Bundesliga fällt die Bilanz des Saisonstarts gemischt aus, zumal der Aufsteiger am Sonntag beim neuen Tabellenführer Freiburg verlor. Als echte Höhepunkte gelten ein Heimpunkt gegen den FC Bayern München und ein Auswärtssieg beim FC Union Berlin.

Defensiv überzeugte Schalke: Torhüter Loris Karius musste in den fünf Bundesliga-Partien bisher sechsmal hinter sich greifen. Nur die Spitzenteams FC Bayern München, Borussia Dortmund, RB Leipzig und der SC Freiburg kassierten weniger Gegentore. In der Offensive tritt die Mannschaft häufig zu harmlos auf.

Beide Heimspiele gegen den Mitaufsteiger SV Elversberg und den FC Bayern endeten 0:0. Auf den ersten Treffer vor eigenem Publikum warten die Schalker weiter. Nur der SC Paderborn hat in der jungen Bundesliga-Saison bisher seltener einen Torerfolg verbucht.

Vorstandschef Matthias Tilmann beschrieb dem Sportmagazin kicker einen neuen Schalker Kreisel mit den drei Bereichen Sport, Schalke-Erlebnis und wirtschaftliche Stärke, die von den finanziellen Rahmenbedingungen abhängen. Schalke sei in der Vergangenheit häufig nicht oder nicht ausreichend über den Aspekt Sport hinausgekommen.

Um das Schalke-Erlebnis zu verbessern, schließt Tilmann langfristig eine Erweiterung der Veltins-Arena nicht aus. Bei rund 230.000 Mitgliedern und einer Kapazität von knapp 62.000 Zuschauern sei zu prüfen, was im aktuellen Konstrukt noch möglich sei.

Wirtschaftlich geht es unter anderem darum, die Eigenkapitalauflage der Bundesliga GmbH zu erfüllen, um in den kommenden Jahren Punktabzüge zu vermeiden. Tilmann zeigte sich zuversichtlich, die Eigenkapitalregel auch für 2026 zu erfüllen.

Kurzfristig gilt es sportlich, den Klassenerhalt zu sichern. Die nächste Gelegenheit dazu bietet das Heimspiel am kommenden Samstag in der Veltins Arena gegen den FSV Mainz 05, Anstoß ist um 15.30 Uhr, übertragen wird die Partie bei Sky. Vielleicht gelingt dann auch der erste Saisontreffer vor heimischem Publikum.

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