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Remscheid: Hauptangeklagter im Prozess um Waffenarsenal gesteht

Der Hauptangeklagte hat im Prozess um das Remscheider Waffenarsenal nun ebenfalls ein Geständnis abgelegt und eingeräumt, in Polen 70 Maschinenpistolen gekauft zu haben. Nach einer Strafabsprache kann er mit sechs bis sieben Jahren Haft rechnen. Plädoyers und Urteil sind für den 30. Oktober geplant.

n-tv.de · 12.10.2026 · 13:47 Uhr

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Im Prozess um das Remscheider Waffenarsenal hat nun auch der Hauptangeklagte gestanden. Der 60-Jährige räumte ein, in Polen 70 Maschinenpistolen des Modells Skorpion für rund 700 Euro pro Stück erworben zu haben.

Dem Geständnis ging ein Rechtsgespräch voraus, zu dem eine Strafabsprache gehörte. Demnach kann der Angeklagte mit einer Haftstrafe zwischen sechs und sieben Jahren rechnen.

Laut Staatsanwaltschaft geht es in dem Verfahren um einen der größten Kriegswaffenfunde der vergangenen Jahrzehnte in Deutschland.

Ein Zeuge aus Polen hatte dem Mann vorgeworfen, 300 Maschinenpistolen gekauft zu haben. Die Verteidiger stellten jedoch die Glaubwürdigkeit dieses Zeugen infrage, was offenbar Erfolg hatte. Plädoyers und Urteil sollen am 30. Oktober folgen.

Unter der Autowerkstatt des 60-Jährigen waren vor einem Jahr vier versteckte Waffenkammern entdeckt worden. Sie waren mit Kriegswaffen wie Maschinenpistolen bestückt.

Zwei Mitangeklagte, die ebenfalls gestanden hatten, waren zuvor als Kriegswaffenhändler zu zweieinhalb und dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Sie hatten eingeräumt, bei dem Hauptangeklagten Maschinenpistolen für rund 2.000 Euro pro Stück sowie Munition gekauft zu haben.

Der Hauptangeklagte, ein 60 Jahre alter Kfz-Meister, war auf ein erstes Angebot des Gerichts nicht eingegangen. Dieses hatte für den Fall eines Geständnisses höchstens acht Jahre Haft gegen ihn vorgesehen.

Der Fund des geheimen Waffenarsenals hinter einer Art privatem Waffenmuseum hatte im Oktober des Vorjahres bundesweit Aufsehen erregt. In dem Gebäude gab es Geheimtüren, hinter Zwischenwänden versteckte Räume, verborgene Schließmechanismen und sogar Munition im Hohlraum eines Türrahmens.

Bei den Durchsuchungen in Remscheid stellte die Polizei am Ende rund 300 scharfe Schusswaffen sicher. Darunter waren 125 Maschinengewehre, 67 Maschinenpistolen, 51 Pistolen, 32 Langwaffen, Präzisionsgewehre, 11 Revolver und 13 Panzerabwehrwaffen. Hinzu kamen 38 Handgranaten sowie fast 100.000 Schuss Munition.

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