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Gelsenkirchen: 19 Durchsuchungen, meist wegen Missbrauchsdarstellungen

Nach Angaben der Polizei Gelsenkirchen wurden bei Durchsuchungen an 19 Anschriften im Stadtgebiet über 100 Datenträger als Beweismittel sichergestellt. Der Großteil der 19 Verfahren wird wegen des Verbreitens, des Besitzes oder des Sich-Verschaffens kinderpornografischer Inhalte geführt, in einem Fall besteht der Verdacht des Cybergroomings.

News.de · 12.10.2026 · 14:11 Uhr

Die Polizei informiert über ein aktuelles Delikt (Symbolbild). (Foto)
Bild aus der Originalquelle

Wie die Polizei Gelsenkirchen in ihrer Meldung vom 12. Oktober 2026 mitteilte, hat sie in der vergangenen Woche an 19 Anschriften im Stadtgebiet Durchsuchungen vorgenommen. Die zugrunde liegenden Durchsuchungsbeschlüsse hatten die Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime Nordrhein-Westfalen (ZAC NRW), die bei der Staatsanwaltschaft Köln angesiedelt ist, und die Staatsanwaltschaft Essen beim jeweils zuständigen Ermittlungsrichter beantragt.

Die Ermittlungen führt das hiesige Fachkommissariat gegen 19 Beschuldigte, die nicht miteinander in Verbindung stehen. Unterstützt wurde es dabei von zahlreichen Einsatzkräften der Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Gelsenkirchen; außerdem kam ein Datenträgerspürhund zum Einsatz.

Bei den Durchsuchungen stellten die Einsatzkräfte über 100 Datenträger als Beweismittel sicher. Deren Auswertung dauert weiterhin an.

Der größte Teil der 19 Verfahren wird aufgrund von Hinweisen geführt. Gegenstand sind das Verbreiten, der Besitz oder das Sich-Verschaffen kinderpornografischer Inhalte.

In einem Fall ermittelt die Polizei wegen des Verdachts des sogenannten Cybergroomings. Außerdem wurden zwei Strafverfahren eingeleitet, und zwar wegen Steuerhehlerei sowie wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Die Polizei Gelsenkirchen spricht selbst davon, mit diesem Vorgehen konsequent gegen die Verbreitung von Missbrauchsdarstellungen vorzugehen.

Zugleich gibt die Polizei Hinweise zum Schutz von Kindern. Eltern sollten demnach darauf hinwirken, dass Kinder und Jugendliche verantwortungsvoll mit ihren Fotos und Videos umgehen und nicht alles veröffentlichen. Zudem sollten sie ihre Kinder ermutigen, ihre Grenzen zu zeigen und sich Hilfe zu holen.

Fotos ihrer Kinder in peinlichen, unangenehmen oder unangemessenen Situationen sollten Eltern nicht veröffentlichen. Im Alltag sollten sie außerdem zeigen, dass sie für ihr Kind da sind, damit es auch im Notfall ihre Hilfe sucht.

Weitere Informationen und Hilfsangebote bietet das Präventionsportal der Polizei Nordrhein-Westfalen unter https://praevention.polizei.nrw/missbrauch/kinder-und-jugendpornographie/praevention.

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