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1. FC Köln schlägt Gladbach 2:1 – Blessin sieht Foul vor dem Siegtor

Der 1. FC Köln hat das Derby gegen Borussia Mönchengladbach am Sonntagabend 2:1 gewonnen und liegt nun sieben Punkte vor dem weiterhin punktlosen Tabellenletzten. Gladbachs neuer Trainer Alexander Blessin kritisierte nach dem Spiel eine Szene vor dem Siegtreffer von Said El Mala als Foul. Reporter von EXPRESS und Kölner Stadtanzeiger ordneten seine Reaktion ein.

Express · 12.10.2026 · 14:00 Uhr

Artikelbild der Quelle zu: „Wieder ein schlechter Verlierer“: Gladbach-Coach tobt nach Derby-Pleite
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Mit dem 2:1 im Derby hat der 1. FC Köln am Sonntagabend einen wichtigen Sieg geholt und sich in der Tabelle vorerst deutlich von Borussia Mönchengladbach abgesetzt. Die Kölner liegen nun sieben Punkte vor den Gladbachern, die als Tabellenletzter weiter ohne Zähler sind. FC-Trainer René Wagner verschaffte sich mit dem Erfolg Luft. Für Alexander Blessin verlief der Einstand als neuer Gladbach-Trainer dagegen nicht wie erhofft.

Nach der Partie zeigte sich Blessin verärgert, weil er sich durch eine Schiedsrichterentscheidung benachteiligt sah. Dem Siegtreffer von Said El Mala war abseits des Balles ein Zweikampf zwischen Tom Krauß und Daiki Hashioka vorausgegangen. Aus Blessins Sicht verschaffte sich der Kölner dabei auf unerlaubte Weise einen Vorteil. Er sagte süffisant, er sei drei Monate nicht im Geschäft gewesen und vielleicht habe es eine Regeländerung gegeben. Für ihn sei das kein Blocken: Krauß laufe aktiv in den Gegenspieler hinein, das sei ein klares Foul.

Die Szene war nach dem Derby auch Thema im FC-Podcast „Wir waren klar besser“ von EXPRESS und Kölner Stadtanzeiger. EXPRESS-Reporter Jürgen Kemper erklärte dort, er habe die Zeitlupe gesehen und vermutet, dass die Szene noch einmal überprüft werde. Es werde sicher Leute geben, die sie eher als Foul werten. Der VAR hatte sich die Entstehung von El Malas Treffer angesehen, kam aber relativ schnell zu dem Schluss, dass Krauß' Einsatz nicht ausreichte, um das Tor zurückzunehmen. Kemper berichtete, Blessin habe sich auf der Pressekonferenz sehr aufgeregt.

Als besonders guten Verlierer sah Kemper den Gladbacher Trainer nicht, und das nicht zum ersten Mal. Schon in der vergangenen Saison hatte Blessin, damals noch Trainer des FC St. Pauli, nach beiden Spielen gegen den FC etwas auszusetzen. Beide Partien endeten unentschieden. Nach dem Spiel in Köln kritisierte er die Balljungen, nach dem Rückspiel in Hamburg beschwerte er sich massiv über einen Elfmeter für den FC, den er für unberechtigt hielt. Kemper fasste zusammen, er habe Blessin nun dreimal live erlebt und stets sei jemand anderes schuld gewesen.

Ähnlich äußerte sich Christian Löer, Sportchef des Kölner Stadtanzeigers. Blessin habe auf der Pressekonferenz gesagt, wahrscheinlich sei er wieder ein schlechter Verlierer. Löer dachte sich nach eigener Aussage, dass das genau zutreffe.

Großes Lob bekam von den Reportern Tom Krauß. Der Zweikämpfer war zur zweiten Halbzeit für den schwer verletzten Ellyes Skhiri eingewechselt worden. Laut Kemper war der defensive Mittelfeldspieler in der Defensive wie in der Offensive aktiv und fegte über den Platz. Er sei einer der wenigen gewesen, die Derby-Intensität mitgebracht hätten. Nach Kempers Meinung kann man einen Joker-Auftrag kaum besser erfüllen.

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