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Münster: Ringvorlesung der Universität widmet sich Fragen zu Außerirdischen

Das Zentrum für Wissenschaftstheorie der Universität Münster veranstaltet im Wintersemester eine öffentliche Ringvorlesung über außerirdisches Leben. Sieben Vorträge beginnen am 20. Oktober und finden dienstags statt, teils vor Ort, teils im Planetarium. Zudem gibt es eine Live-Übertragung im Netz.

Universität Münster · 12.10.2026 · 14:00 Uhr

Zu sehen ist eine Grafik, die alle Termine der Ringvorlesung sowie ein paar kleine grüne Männchen zeigt.© ZfW
Bild aus der Originalquelle

Das Zentrum für Wissenschaftstheorie (ZfW) der Universität Münster bietet im laufenden Wintersemester eine öffentliche Ringvorlesung zum Thema Außerirdische an. Eingeladen sind alle Interessierten. Die Reihe trägt den Titel „Außerirdische: Wissenschaftstheoretische und Interdisziplinäre Perspektiven“. Sie umfasst sieben Vorträge, die ab dem 20. Oktober jeweils dienstags von 18.15 bis 19.45 Uhr stattfinden. Referierende aus verschiedenen Fächern gehen dabei der Frage nach, ob es außerirdisches Leben gibt.

Den ersten und den letzten Termin richtet die Universität im Hörsaal F5 im Fürstenberghaus am Domplatz 20–22 aus. Die fünf Vorträge dazwischen, von November bis Januar, finden im Planetarium des LWL-Museums für Naturkunde statt. Für diese Termine im Planetarium ist eine kostenlose Eintrittskarte nötig. Außerdem wird die Ringvorlesung online live übertragen. Die Links zur Anmeldung und zu den Zugangsdaten stehen auf der Internetseite https://www.uni-muenster.de/Wissenschaftstheorie/ringvorlesung/aktuelleRV.html.

Nach Darstellung der Universität beschäftigt die Frage nach Außerirdischen nicht nur Science-Fiction-Fans, sondern ist auch eine wissenschaftstheoretische Herausforderung für verschiedene Wissenschaftszweige. Die Reihe greift mehrere Leitfragen auf: Lässt sich der Anthropozentrismus bei den Begriffen Leben, Kultur und Intelligenz überwinden, damit auch abweichende Formen außerirdischen Lebens erkannt werden könnten? Wie könnte eine wissenschaftliche Untersuchung des Unbekannten aussehen? Und welche philosophischen, sozialen, rechtlichen und theologischen Folgen hätte die Entdeckung von Außerirdischen?

Den Auftakt macht der Wissenschaftsphilosoph Prof. Dr. Claus Beisbart von der Universität Bern. Sein Vortrag heißt „Alles außer irdisch? Leben jenseits bekannter Begriffe“. Am 3. November folgt die Geowissenschaftlerin Prof. Dr. Lena Noack von der Freien Universität Berlin. Sie spricht über „Bedingungen für Leben auf Exoplaneten – Paradigmenwechsel in unserer Wahrnehmung der vermeintlichen Einzigartigkeit der Erde“. Am 17. November stellt Dr. Iva Vilović vom Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam Erkenntnisse aus Astrophysik und Astrobiologie vor. Ihr Vortrag trägt den Titel „Wie könnte Leben jenseits der Erde aussehen?“

Das ZfW wurde 2006 als fächerübergreifender Forschungsverbund gegründet und ist seit 2020 eine zentrale wissenschaftliche Einrichtung der Universität Münster. Es bündelt unterschiedliche Forschungsinteressen und organisiert Veranstaltungen. Ziel ist es, Forschung und Lehre auf dem Gebiet der Wissenschaftstheorie zu verknüpfen und zu intensivieren sowie Wissen zu vermitteln. Außerdem steuert das Zentrum Beiträge zu aktuellen Debatten bei.

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