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Weniger Erstsemester an der RUB, stabile oder steigende Zahlen an anderen Bochumer Hochschulen

Der kleinere Abiturjahrgang in NRW wirkt sich an den Bochumer Hochschulen unterschiedlich aus. Die Ruhr-Universität erwartet zum Wintersemester 2026/27 ein Viertel weniger Studienanfänger. Die Hochschule Bochum, die Evangelische Hochschule und die TH Georg Agricola melden dagegen stabile oder steigende Zahlen.

Radio Bochum · 08.10.2026 · 05:30 Uhr

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Zum Wintersemester 2026/27 verzeichnen die Hochschulen in Bochum eine unterschiedliche Entwicklung bei den Studierendenzahlen. Die Ruhr-Universität Bochum (RUB) rechnet mit deutlich weniger Erstsemestern. Mehrere andere Hochschulen der Stadt melden dagegen unveränderte oder steigende Zahlen.

Die RUB geht davon aus, dass die Zahl der Studienanfängerinnen und Studienanfänger um 26 Prozent auf rund 3.300 zurückgeht. Als Grund verweist die Universität auf die Umstellung von G8 auf G9. Deshalb gibt es in Nordrhein-Westfalen in diesem Jahr nur etwa 30.000 Abiturientinnen und Abiturienten, üblich sind rund 70.000. Rechnet man die Studierenden hinzu, die von anderen Hochschulen an die RUB wechseln, beträgt der Rückgang 18 Prozent. Insgesamt erwartet die Universität rund 36.900 Studierende, im vergangenen Wintersemester waren es noch 37.700.

An der Hochschule Bochum bleibt die Gesamtzahl der Studierenden trotz des fehlenden regulären Abiturjahrgangs nach Angaben der Hochschule stabil. Eingeschrieben sind dort knapp 9.700 Studierende, darunter rund 2.000 Studienanfängerinnen und Studienanfänger.

Die Evangelische Hochschule Bochum (EvH) und die Technische Hochschule Georg Agricola (THGA) melden für das Wintersemester sogar steigende Zahlen. An der EvH beginnen 550 Studierende ihr Studium, im Vorjahr waren es 476. Die Gesamtzahl der Studierenden wächst dort von 2.753 auf 2.796. Die Hochschule erklärt dies unter anderem damit, dass an der EvH generell nur wenige direkt nach dem Abitur ein Vollzeitstudium aufnehmen. Die Folgen des fehlenden Abiturjahrgangs seien am Campus deshalb nicht zu spüren.

Auch die THGA verzeichnet einen Zuwachs. Nach vorläufigen Angaben erwartet sie rund 350 Neueinschreibungen, das sind knapp 40 mehr als im Vorjahr. Als wichtigen Grund nennt die Hochschule ein deutlich gestiegenes Interesse internationaler Bewerberinnen und Bewerber.

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