NRW verliert laut IW gut elf Euro pro Kopf im Finanzausgleich
Nordrhein-Westfalen gibt bei der Umverteilung zwischen Bund und Ländern laut dem Institut der deutschen Wirtschaft nur wenig ab: etwas mehr als elf Euro je Einwohner. Bayern zahlt der Untersuchung zufolge am meisten, Bremen profitiert am stärksten.

Nordrhein-Westfalen büßt durch den Bund-Länder-Finanzausgleich und weitere Bundeszuweisungen nur einen geringen Betrag ein. Das geht aus einer Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln hervor. Demnach zahlt NRW etwas mehr als elf Euro pro Einwohnerin und Einwohner.
Um diesen Betrag stünde das Land laut IW besser da, wenn alle Bundesländer dieselbe Struktur und denselben Wohlstand wie NRW hätten und der Bund sie zudem gleich behandeln würde. NRW gehört damit nach den IW-Angaben weder zu den klaren Gewinnern noch zu den großen Verlierern des Systems.
Bayern ist dem IW zufolge das einzige Land, das auch nach Berücksichtigung aller Bundeszuschüsse mehr gibt, als es erhält. Ohne die Umverteilung von Steuermitteln hätte der Freistaat pro Einwohner fast 1.200 Euro mehr in der Landeskasse. Bremen hingegen verfügt laut IW pro Einwohner über fast 2.800 Euro mehr, als es ohne Umverteilung hätte.
Beim Finanzkraftausgleich fließt Geld von finanzstarken zu finanzschwachen Bundesländern. Das arbeitgebernahe IW hat nach eigenen Angaben untersucht, wie sich dieser Ausgleich und weitere Bundeszuschüsse auf die Einnahmen der Länder und ihrer Kommunen auswirken. Verglichen wurde dies mit einem Szenario ohne Umverteilung. Für viele Länder machen diese Mittel laut IW einen beachtlichen Teil des Haushalts aus.