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Düsseldorf: Studie sieht 650.000 Beschäftigte in der Umweltwirtschaft

Die Umweltwirtschaft hat nach einer in Düsseldorf vorgestellten Prognos-Studie im vergangenen Jahr 650.000 Menschen beschäftigt, gut ein Viertel mehr als 2010. Bis 2035 könnte laut Studie ein zusätzlicher Bedarf von 180.000 Arbeitsplätzen entstehen. Umweltminister Oliver Krischer und Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (beide Grüne) sehen darin Chancen, ein Prognos-Experte warnt vor möglichen Folgen fehlender Fachkräfte.

Mindener Tageblatt · 12.10.2026 · 14:41 Uhr

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In der Umweltwirtschaft entstehen weiter neue Arbeitsplätze. Das geht aus einer Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts Prognos hervor, die in Düsseldorf vorgestellt wurde. Demnach waren in diesen nachhaltigen Wirtschaftsfeldern im vergangenen Jahr 650.000 Menschen beschäftigt. Das sind 134.000 mehr als 2010 und damit gut ein Viertel mehr. Die dpa beschreibt die Lage in klassischen Industriebereichen wie der Auto- und Stahlbranche dagegen als rückläufig.

Für die kommenden Jahre rechnet die Studie mit weiterem Personalbedarf: Bis 2035 könnten zusätzlich 180.000 Arbeitsplätze nötig werden. Gefragt sind etwa Metallbauer, Elektrotechniker, Recycling-Spezialisten und Forstwirte, deren Tätigkeit der Umweltwirtschaft zugerechnet wird. Hinzu kommen Fachleute für Filtertechnik, Energieeffizienz, Photovoltaik, Windkraft und Gebäudedämmung.

Umweltminister Oliver Krischer (Grüne) bezeichnete die Umweltwirtschaft als wichtigen Wachstumsmotor für Nordrhein-Westfalen. Sie eröffne zudem zunehmend attraktive und sinnstiftende Berufsperspektiven. Wer heute über seine Berufswahl nachdenke, sollte diese Chancen im Blick haben, so Krischer.

Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) sagte, wer in Nordrhein-Westfalen Klimaschutz betreibe, schaffe Arbeitsplätze und sichere Wohlstand.

Der Prognos-Fachmann Tim Bicklmeier verwies auf den erwarteten Mehrbedarf von 180.000 Arbeitskräften im Jahr 2035. Sollten diese Kräfte fehlen, könne das nach seiner Einschätzung den Ausbau von Energie-, Verkehrs- und Infrastrukturprojekten erheblich bremsen.

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