71-jähriger Priester aus Deutschland stürzt bei Wanderung im Ultental tödlich ab
Ein 71 Jahre alter Priester aus Deutschland ist am Montag, 5. Oktober, im Südtiroler Ultental beim Wandern ums Leben gekommen. Er war allein unterwegs und stürzte auf dem Weg Nr. 140 rund fünf Meter tief. Eine deutsche Familie fand ihn etwa zwei Stunden nach dem Unglück. Zur Ursache gibt es unterschiedliche Angaben.

Im Ultental in Südtirol ist am Montag, 5. Oktober, ein deutscher Priester bei einer Wanderung tödlich verunglückt. Der 71-Jährige war allein im Urlaub und stürzte auf dem Wanderweg Nr. 140 zwischen St. Gertraud und dem Weißbrunnsee etwa fünf Meter in die Tiefe. Rettungskräfte konnten nur noch seinen Tod feststellen.
Der Geistliche hatte seinen Urlaub in Tisens verbracht. Am Unfalltag fuhr er mit dem Bus nach St. Gertraud, um dort seine Wanderung zu beginnen. Der Absturz ereignete sich gegen 14:30 Uhr. Zum genauen Hergang liegen widersprüchliche Angaben vor.
Südtirol News zufolge könnte der Mann auf nassen Steinen ausgerutscht sein, kurz zuvor hatte es geregnet. Der italienische Rundfunk Rai berichtete dagegen, möglicherweise habe der 71-Jährige einen Schwächeanfall erlitten, der zum Sturz führte. Offizielle Ermittlungsergebnisse gab es zunächst nicht. Der Weg gilt grundsätzlich als wenig anspruchsvoll; ein Teilabschnitt ist derzeit allerdings wegen Bauarbeiten gesperrt.
Etwa zwei Stunden nach dem Unglück entdeckte eine deutsche Familie, die auf demselben Weg unterwegs war, den Verunglückten. Die Wanderer alarmierten sofort die Rettungskräfte, doch für den Priester kam jede Hilfe zu spät. Der Notarzt des Rettungshubschraubers Pelikan 1 stellte nur noch den Tod des Mannes fest.
Wie das Portal stol.it berichtet, stand die Familie unter Schock und wurde von Einsatzkräften ins Tal begleitet. Die Bergrettung Ulten barg den Leichnam mit einer Gebirgstrage und brachte ihn in die Leichenkapelle von St. Walburg.
In den vergangenen Wochen hatte es in Südtirol weitere schwere Bergunfälle mit deutschen Urlaubern gegeben. Anfang Oktober stürzte ein 80-jähriger Deutscher auf dem Maiser Waalweg bei Meran rund 50 Meter einen steilen Abhang hinab und starb.
Wenige Tage zuvor kam es in den Dolomiten innerhalb von 24 Stunden zu zwei tödlichen Abstürzen. Am 23. September starb ein deutscher Bergsteiger am 2.810 Meter hohen Seekofel bei Prags nach einem Sturz über 50 Meter. Einen Tag zuvor war ein 57-jähriger Wanderer auf dem Dolomiten-Höhenweg 6 im Altfasstal rund 200 Meter tief gestürzt.