NRW HEUTEonline

Menschen. Themen. Perspektiven.

Sport

Benedikt Höwedes: Von der Knappenschmiede bis zum Kapitänsamt bei Schalke

DerWesten zeichnet den Weg von Benedikt Höwedes beim FC Schalke 04 nach: von der Jugend über das Kapitänsamt ab 2011 bis zum Entzug des Amts im Sommer 2017 und dem anschließenden Leihwechsel zu Juventus Turin.

DerWesten · 12.10.2026 · 22:13 Uhr

Artikelbild der Quelle zu: Mehr als ein Käpt’n! So prägt Benedikt Höwedes den FC Schalke 04 bis heute
Bild aus der Originalquelle

Der Beitrag von DerWesten beschreibt Benedikt Höwedes als einen der wenigen Fußballer, auf die die Bezeichnung Vereinsikone zutrifft. Sechzehn Jahre trug er das Trikot des FC Schalke 04, zunächst in der Jugend, später als Kapitän der Profimannschaft.

Sein erstes Profispiel bestritt Höwedes am 3. Oktober 2007 in der Champions League gegen Rosenborg Trondheim, damals 19 Jahre alt. Es war nicht ein Bundesligaspiel oder ein Zweitligaspiel, sondern ein Auftritt auf der europäischen Bühne.

Laut dem Beitrag absolvierte Höwedes 240 Bundesligaspiele für Schalke und erzielte dabei 12 Tore. Im November 2016 feierte er seinen 100. Sieg im Trikot des Klubs; vor ihm hatten dies laut Beitrag acht andere Spieler in der Klubhistorie geschafft.

Beim WM-Finale 2014 gegen Argentinien traf sein Kopfball kurz vor der Halbzeit den Pfosten. Ein Zentimeter weiter innen hätte ihn nach Darstellung des Beitrags zum entscheidenden WM-Torschützen gemacht.

Höwedes wuchs in Haltern am See auf, rund 30 Kilometer von Gelsenkirchen entfernt. Mit 13 Jahren wechselte er in die Knappenschmiede, das Nachwuchszentrum des FC Schalke 04. 2006 wurde er mit der U-19 des Vereins Deutscher A-Jugend-Meister.

Der Beitrag hebt hervor, dass Höwedes 2008 als einer der wenigen Profis seiner Generation parallel zum Profibetrieb die Schule besuchte und sein Abitur bestand, während er bereits in der Champions League spielte.

Als Profi brauchte Höwedes laut Beitrag etwas Zeit, um sich zu etablieren. In der Saison 2008/09 wurde er Stammspieler in der Innenverteidigung. Dabei half ihm, dass er auf mehreren Positionen eingesetzt werden konnte: als Innenverteidiger sowie als rechter und linker Außenverteidiger.

Das Jahr 2011 nennt der Beitrag das erfolgreichste der jüngeren Schalker Geschichte. Mit dem DFB-Pokal gewann Höwedes seinen ersten großen Titel als Profi und erzielte dabei ein Tor im Endspiel. Wenige Monate zuvor hatte er im Viertelfinalrückspiel der Champions League gegen Inter Mailand den entscheidenden 2:1-Siegtreffer erzielt. Schalke erreichte in diesem Jahr das Halbfinale der Königsklasse, nachdem es auf dem Weg dorthin Inter Mailand und den FC Valencia ausgeschaltet hatte.

Ralf Rangnick ernannte Höwedes 2011 zum neuen Kapitän des FC Schalke 04 als Nachfolger von Manuel Neuer, der zum FC Bayern München gewechselt war. Höwedes war damals 23 Jahre alt. Der Beitrag bewertet die Entscheidung als mutigen Schritt des Trainers, der sich als richtig erwiesen habe.

Laut Beitrag war Höwedes kein lauter Anführer, sondern führte durch Verlässlichkeit, Konstanz und Einsatz. Nationalmannschaftskollege Thomas Müller habe einmal gesagt, er kenne keinen Außenverteidiger, der im Eins-gegen-Eins zweikampfstärker sei als Höwedes.

Der Beitrag beschreibt Schalke als Malocherklub, bodenständig, arbeitsam und ohne Allüren, und Höwedes als Spieler, der diese Identität verkörpert habe. Auch im Alltag zeigte sich das laut Beitrag: Nach dem WM-Triumph 2014 wählte er als Dienstwagen beim Verein einen VW Beetle, während die Kollegen Oberklassewagen fuhren. Statussymbole hätten ihn nicht interessiert.

Bei der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien bestritt Höwedes alle sieben Spiele über die volle Distanz, als linker Außenverteidiger, obwohl das nicht seine Stammposition war. Deutschland wurde Weltmeister, und Höwedes hob den Pokal in Rio de Janeiro in die Höhe. Für Schalke war dies nach Darstellung des Beitrags ein großer Moment, weil der eigene Kapitän Weltmeister wurde. Franz Beckenbauer lobte Höwedes’ Leistungen nach dem Turnier ausdrücklich: Er habe auf einer für ihn ungewohnten Position überzeugt.

Nach Darstellung des Beitrags stand Höwedes über das Sportliche hinaus für Kontinuität in einer Zeit, in der Bundesligaklubs ihre Spieler immer schneller weiterreichten. Sechs Jahre lang sei er als Kapitän das Gesicht des Vereins gewesen. Als er 2015 heiratete, geschah dies laut Beitrag ohne öffentliches Aufsehen.

Im Sommer 2017 entzog ihm der neue Trainer Domenico Tedesco das Kapitänsamt. Der Beitrag hält fest, dass Höwedes die Entscheidung sichtbar traf, ohne dass es öffentlich zu einem Drama kam, und dass sie zeigte, wie viel ihm das Amt bedeutete. Auf Facebook schrieb er: „Reisende kann man aufhalten, wenn man will.“

Kurz darauf verließ Höwedes den Verein auf Leihbasis in Richtung Juventus Turin. Nach Ansicht des Beitrags verlor Schalke damit seinen langjährigen Kapitän unter ungünstigen Umständen. Die Deutsche Welle bezeichnete Höwedes als möglicherweise letzte große Identifikationsfigur, die Schalke in seinen Reihen gehabt habe.

Seit 2013 ist Höwedes laut Beitrag Botschafter der Deutschen Krebshilfe für die Kampagne „Mit aller Kraft gegen das Rauchen“. In einem Interview mit der Deutschen Krebshilfe sagte er, er habe ohne Zögern zugesagt. Zudem engagierte er sich in der Initiative „weitblick“, die sich weltweit für Bildungsgerechtigkeit einsetzt, und unterstützte das Kinderhospiz Münsterland.

Zu der Zeit nach seiner Profikarriere macht der Beitrag an zwei Stellen unterschiedliche Angaben. Einer Passage zufolge spielte Höwedes nach dem Ende seiner Profikarriere noch ein Jahr für seinen Jugendverein TuS Haltern, bevor er als TV-Experte bei Sky und Amazon Prime Video tätig wurde. An anderer Stelle nennt der Beitrag das Jahr 2020 als Ende seiner aktiven Karriere, danach sei er dem Fußball als Experte bei Sky und später bei Amazon Prime Video verbunden geblieben.

Von August 2021 bis Ende 2022 war Höwedes laut Beitrag außerdem Teammanager der deutschen Nationalmannschaft. Sein Rücktritt habe familiäre Gründe gehabt.

Nach Einschätzung des Beitrags bleibt Höwedes für den FC Schalke 04 ein Name, der sofort mit dem Verein verbunden ist. Dies liege nicht an einer einzelnen großen Szene, sondern an einer langen, konstanten Haltung.

Bei DerWesten lesen ↗