Prozessbeginn in Bonn nach Fund einer zerstückelten Frauenleiche
Fast ein Jahr nach dem Fund einer zerstückelten Frauenleiche beginnt am Dienstag in Bonn der Prozess gegen einen 42-Jährigen. Nach Angaben des Gerichts war er der Ehemann der Toten. Angeklagt ist er wegen Mordes und Kindes-Aussetzung. Über die Hintergründe der Tat ist bislang nichts bekannt.

Fast ein Jahr nach dem Fund einer zerstückelten Frauenleiche beginnt am Dienstag um 9.15 Uhr in Bonn der Prozess gegen einen 42-Jährigen. Nach Angaben des Gerichts war der Mann der Ehemann der Getöteten. Angeklagt ist er wegen Mordes und Kindes-Aussetzung. Über die Hintergründe der Tat ist bislang nichts bekannt.
Der Fall hatte im vergangenen Jahr für großes Entsetzen gesorgt. Mitte November 2025 wurden zunächst die abgetrennten Hände der Frau auf einer Autobahn im Sauerland gefunden. Zwei Wochen später entdeckte man den Körper in Monreal in Rheinland-Pfalz. Den Kopf fanden Müllsammler nahe der A4 im Kreis Olpe in Nordrhein-Westfalen.
Die Staatsanwaltschaft wirft dem aus Eritrea stammenden Angeklagten vor, seine Frau am 16. November 2025 auf der Rückbank eines Autos erwürgt oder erstickt zu haben. Das Baby des Paares soll sich ebenfalls in dem Fahrzeug befunden haben.
Anschließend soll der Mann das Auto samt Leiche nach Waldsolms in Hessen gefahren haben. Nahe einem Kloster habe er die drei Monate alte Tochter in einem Kinderwagen zurückgelassen, bei Dunkelheit und Temperaturen von etwa zwei Grad. Kurz darauf wurde sie unverletzt gefunden.
Die Leiche seiner Frau soll der Mann dem Vorwurf zufolge in einem Waldstück in Rheinland-Pfalz zerteilt und an verschiedenen Stellen abgelegt haben.
Der 42-Jährige war von Äthiopien nach Deutschland ausgeliefert worden und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Die 32 Jahre alte Frau aus Eritrea hatte zuletzt in einer kommunalen Flüchtlingsunterkunft in Bonn gewohnt.