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Polizei im Hochsauerlandkreis braucht bei dringenden Einsätzen länger

Laut einem Bericht des NRW-Innenministeriums lag die durchschnittliche Einsatzreaktionszeit der Polizei im Hochsauerlandkreis bei Einsätzen, bei denen Täterinnen oder Täter noch vor Ort vermutet werden, von Januar bis August 2026 bei 6 Minuten und 47 Sekunden. Damit liegt die Kreispolizeibehörde auf Platz 44 von 47 Polizeibehörden in Nordrhein-Westfalen. Bei allen von außen ausgelösten Polizeieinsätzen liegt der Wert bei 14 Minuten und 23 Sekunden, Platz 12 im NRW-Vergleich.

Radio Sauerland · 13.10.2026 · 00:00 Uhr

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Wenn Täterinnen oder Täter noch am Einsatzort vermutet werden, braucht die Polizei im Hochsauerlandkreis im Vergleich mit Nordrhein-Westfalen lange, bis sie eintrifft.

Von Januar bis August 2026 lag die durchschnittliche Einsatzreaktionszeit laut einem Bericht des NRW-Innenministeriums für den Innenausschuss des Landtags bei 6 Minuten und 47 Sekunden.

Für Einsätze, bei denen Täterinnen oder Täter noch vor Ort vermutet werden, weist das Innenministerium für den Hochsauerlandkreis diesen Wert aus. Die Kreispolizeibehörde liegt damit auf Platz 44 von 47 Polizeibehörden in Nordrhein-Westfalen. Im Gesamtjahr 2025 betrug der Wert 5 Minuten und 56 Sekunden, also 51 Sekunden weniger als in den Monaten Januar bis August 2026. Die Zahlen für 2026 umfassen nur diese acht Monate.

Bei allen von außen ausgelösten Polizeieinsätzen im Hochsauerlandkreis ergibt sich laut dem Bericht ein anderes Bild: Dort beträgt die durchschnittliche Reaktionszeit 14 Minuten und 23 Sekunden, was Platz 12 im NRW-Vergleich entspricht. Im Jahr 2025 lag sie bei 14 Minuten und 24 Sekunden.

Nach Angaben des Innenministeriums können unter anderem das Einsatzaufkommen, die Verteilung der Einsätze über den Tag, Straßenverhältnisse, Verkehr und Wetter die Reaktionszeiten beeinflussen. Auch die Verfügbarkeit von Streifenwagen spielt demnach eine Rolle.

Gemessen wird die Zeit vom Anlegen eines Einsatzes im polizeilichen Einsatzleitsystem bis zum Eintreffen der ersten Einsatzkräfte. Innenministerium und Polizeibehörden beobachten die Entwicklung. Bei einer auffällig negativen Entwicklung kann das zuständige Landesamt ein Fachgespräch mit der betroffenen Behörde führen. Nach Angaben der Hochsauerländer Kreispolizeibehörde ist das bisher noch nicht vorgekommen.

Die Kreispolizeibehörde erklärt, die Einsatzreaktionszeiten würden vor Ort fortlaufend analysiert und bewertet. Bei den Anfahrtswegen weist der Hochsauerlandkreis Besonderheiten auf, die nicht allein auf seine Größe als flächengrößter Kreis in Nordrhein-Westfalen zurückgehen, sondern auch auf eine besondere Topografie mit vielen Erhebungen. Zudem werden die Einsatzreaktionszeiten als Durchschnittswert berechnet, der statistischen Schwankungen unterliegt.

Einsätze werden laut Polizei grundsätzlich an den nächstgelegenen Streifenwagen beziehungsweise an die örtlich zuständige Polizeiwache vergeben. Dabei komme es darauf an, wo sich die Streifenwagenbesatzung zum Zeitpunkt der Vergabe befindet. Bei dringenden Einsatzlagen würden Besatzungen auch wachübergreifend eingesetzt. Begünstigt werde dies durch die flächendeckende Verteilung der Wachstandorte im Hochsauerlandkreis in Arnsberg, Brilon, Marsberg, Meschede, Schmallenberg, Sundern und Winterberg.

Der Abteilungsleiter Polizei, Polizeidirektor Thomas Vogt, betont, die Polizei im Hochsauerlandkreis sei auch bei dringlichen Einsatzlagen uneingeschränkt handlungsfähig und in der Lage, zeitnah Einsatzkräfte zu den jeweiligen Einsatzorten zu entsenden. Die Bürgerinnen und Bürger könnten sich darauf verlassen, dass ihre Polizei auch in solchen Lagen schnell und entschlossen handle. Der Anspruch bleibe klar: Wo schnelle polizeiliche Hilfe erforderlich sei, sei die Polizei da.

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