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Freiwillige Helfer beim Vennbrand: Kosten für Kreutz noch ungeklärt

Zwei Monate nach dem Brand im Hohen Venn wurden freiwillige Helfer zu ihrem Einsatz befragt. Der Spediteur Bernd Kreutz gibt an, einen fünfstelligen Betrag aus eigener Tasche gezahlt zu haben, und soll bislang kein Geld zurückbekommen haben; ungeklärt ist, ob die belgische Seite die Kosten übernimmt. Den Betriebsausfall des Landwirts Wolfgang Scheffen hat die Stadt Monschau bezahlt.

tagesschau · 13.10.2026 · 05:00 Uhr

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Zwei Monate nach dem Brand im Hohen Venn wurden freiwillige Helfer zu ihrem Einsatz befragt. Der Spediteur Bernd Kreutz aus Monschau-Kalterherberg gibt an, für die Brandbekämpfung einen fünfstelligen Betrag aus eigener Tasche gezahlt zu haben. Nach seinen Angaben soll er bislang kein Geld zurückbekommen haben.

Nach Angaben von Kreutz lieferte er mit seinen Lkw nonstop Löschwasser nach Belgien zum Brand im Hohen Venn; sieben seiner Fahrzeuge waren tagelang im Einsatz. Er habe den Belgiern schon früh Hilfe angeboten, als er vom Feuer erfuhr. Zunächst habe man seine Hilfe jedoch nicht gewollt.

Eine Woche vor dem Feuer hatte Kreutz Milch-Anhänger gekauft, was sich als absoluter Glücksfall erwies. Mit diesen Anhängern transportierte er Löschwasser aus der Perlenbachtalsperre über die Grenze.

Kreutz nennt die Kosten seines Einsatzes sicher fünfstellig. Bis heute ist ungeklärt, ob die belgische Seite sie übernimmt. Er würde es immer wieder tun, weil es seine Heimat sei. Künftig wünscht er sich eine grenzübergreifende Abstimmung der Verantwortlichen, um auf den nächsten Brand vorbereitet zu sein.

Der Landwirtschaftsmeister Wolfgang Scheffen führt in Kalterherberg einen Betrieb mit Rindern. Während des Brandes sah er tagelang Rauchwolken von seinem Hof aus. Als Ascheregen auf sein Stroh fiel, sah er seine Existenz bedroht.

Nachdem er seine Wiesen und sein Stroh bewässert hatte, fuhr Scheffen tagelang Wasser zu den Einsatzkräften. Passende Anschlüsse, die vom Feuerwehrschlauch auf sein Güllefass passten, hatte er glücklicherweise. Nach seiner Ansicht hätte man bereits beim letzten Vennbrand solche Kupplungen mehrfach vorrätig haben müssen.

Den Betriebsausfall von Scheffen hat die Stadt Monschau bezahlt. Dennoch meint er, dass man künftig nicht selbstverständlich auf freiwillige Helfer setzen könne; dies müsse zukünftig geklärt werden. Für Scheffen wie für Kreutz sei der Einsatz eine Ehrensache gewesen.

Grundlage des Beitrags waren laut Quellenangabe Interviews mit Kreutz, Scheffen und Bürgermeisterin Carmen Krämer, Gespräche mit Helfern und Anwohnern sowie Eindrücke einer WDR-Reporterin vor Ort. Gesendet wurde der Beitrag am 12. Oktober 2026 in der WDR-Lokalzeit aus Aachen.

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