Junge Hacker aus Europa messen sich in Bochum bei Cybersicherheits-Meisterschaft
Bei der European Cybersecurity Challenge in Bochum treten mehr als 400 junge IT-Talente aus Europa und sieben Gastländern gegeneinander an. Ziel ist es, Sicherheitslücken zu finden und eigene Systeme gegen Angriffe zu verteidigen.

Im Mittelpunkt der europäischen Meisterschaft in Bochum stehen Websicherheit und die Abwehr von Angriffen. Über mehrere Tage versuchen 42 Nationalteams, Sicherheitslücken aufzuspüren und eigene Systeme gegen Attacken zu verteidigen.
Mehr als 400 IT-Talente im Alter zwischen 14 und 25 Jahren nehmen teil. Sie kommen aus 35 europäischen Ländern sowie aus sieben Gastländern, darunter Australien, Kanada, Singapur und die USA.
Die European Cybersecurity Challenge (ECSC) wurde am Montag eröffnet. Seit Dienstag lautet das Motto „angreifen, verteidigen, gewinnen“. Die jährlich ausgetragene Meisterschaft richtet der Verein Nachwuchsförderung IT-Sicherheit (NFIT) aus. Unterstützt wird sie von der Agentur der EU für Cybersicherheit und dem Europäischen Kompetenzzentrum für Cybersicherheit.
NFIT-Vorsitzender Patrick Reich erklärte laut einer Mitteilung, wer Systeme schützen wolle, müsse verstehen, wie Angreifer vorgehen. Genau das übten die jungen Menschen, legal und nach klaren Regeln. Cyberangriffe machten nicht an Landesgrenzen halt. Deshalb sei es wertvoll, dass Talente aus 42 Ländern in dieser Woche in Bochum zusammenkämen und voneinander lernten.
Die Teilnehmenden hatten sich zuvor über nationale Auswahlwettbewerbe qualifiziert, an denen mehr als 30.000 junge Menschen beteiligt waren. Gastgeber Deutschland tritt in Bochum mit einem Nationalteam aus zehn Mitgliedern an.