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Studie: Gemeinsam genutzte Ladeparks können E-Lkw wirtschaftlicher machen

Gemeinschaftlich genutzte Ladeinfrastruktur kann den Betrieb von E-Lkw nach einer Studie von NRW.Energy4Climate deutlich wirtschaftlicher machen. Die Untersuchung sieht Potenziale für Logistikunternehmen und Industriegebiete.

verkehrsrundschau.de · 13.10.2026 · 10:38 Uhr

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Der Ausbau der Ladeinfrastruktur ist laut einer aktuellen Studie von NRW.Energy4Climate weiterhin eine der zentralen Voraussetzungen für den Hochlauf batterieelektrischer Lkw. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass gemeinsam genutzte Ladeeinrichtungen die Wirtschaftlichkeit von E-Lkw spürbar verbessern können.

Im Mittelpunkt stehen Konzepte, bei denen Unternehmen ihren Ladebedarf bündeln, die Infrastruktur gemeinsam planen oder bestehende Betriebshöfe für weitere Nutzer öffnen. So lassen sich Investitions- und Betriebskosten auf mehrere Partner verteilen und die Auslastung der Ladepunkte steigern.

Die Untersuchung mit dem Titel „Ladeinfrastruktur für E-Lkw in Gewerbe- und Industriegebieten“ analysiert verschiedene Lade- und Betreibermodelle für den Schwerlastverkehr. Demnach haben gemeinsam genutzte Standorte Vorteile gegenüber klassischen Lösungen, bei denen Unternehmen allein auf eigene Depotlader setzen.

Nutzen mehrere Akteure dieselbe Ladeinfrastruktur, können sich die Fixkosten verringern und vorhandene Netzanschlüsse besser ausgelastet werden. Zusätzliche Einnahmen sind möglich, wenn Unternehmen ihre Ladepunkte externen Nutzern öffnen.

Die Studie betrachtet unterschiedliche Organisationsformen für Aufbau und Betrieb. Neben dem Eigenbetrieb werden Modelle mit spezialisierten Dienstleistern sowie gemeinschaftliche Lösungen untersucht. Möglich seien etwa Betreibergesellschaften, Joint Ventures oder genossenschaftliche Modelle, mit dem Ziel, Investitionskosten zu teilen und zugleich eine ausreichende Auslastung sicherzustellen. Für Logistikunternehmen könnten solche Kooperationen vor allem in Gewerbe- und Industriegebieten interessant sein, in denen mehrere Unternehmen ähnliche Ladebedarfe haben.

Mit der zunehmenden Elektrifizierung des Straßengüterverkehrs gewinnen Netzkapazitäten und die Verfügbarkeit von Stromanschlüssen an Bedeutung. Eine gemeinsame Planung von Ladeparks kann dazu beitragen, den Ausbau wirtschaftlicher zu gestalten und Engpässe zu vermeiden. Nach Einschätzung der Studienautoren sind die Vorteile am größten, wenn Unternehmen frühzeitig zusammenarbeiten und die Ladeinfrastruktur als gemeinsames Projekt statt isoliert betrachten.

Die Studie verweist außerdem darauf, dass viele Unternehmen schon heute von niedrigeren Betriebskosten elektrischer Lkw profitieren können. Neben sinkenden Energie- und Wartungskosten spiele dabei auch die Entwicklung der Ladeinfrastruktur eine wichtige Rolle. Für den Logistiksektor bedeutet das, dass der Aufbau leistungsfähiger Ladeangebote zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor wird. Besonders in Regionen mit hoher Unternehmensdichte könnten gemeinsam genutzte Ladekonzepte den Umstieg auf batterieelektrische Nutzfahrzeuge beschleunigen.

Zusätzliche Impulse kommen aus Förderprogrammen des Landes Nordrhein-Westfalen. Kleine und mittelständische Unternehmen können für den Aufbau von Ladeinfrastruktur Zuschüsse erhalten, die einen Teil der Investitionskosten abfedern.

Nach den Ergebnissen der Studie hängt der Erfolg der Elektromobilität im Güterverkehr nicht allein von den Fahrzeugen ab. Entscheidend sei ebenso, wie effizient Ladeinfrastruktur geplant, finanziert und betrieben wird. Gerade gemeinschaftliche Modelle könnten dabei eine wichtige Rolle für den weiteren Markthochlauf von E-Lkw spielen.

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