Ringvorlesung in Münster: Wie authentisch ist das Bild der Antike?
Ab dem 19. Oktober findet an der Universität Münster eine öffentliche Ringvorlesung zur Vermittlung von Archäologie in der Gesellschaft statt. Im Wintersemester geht es in sechs Veranstaltungen um Formen, Chancen und Herausforderungen der öffentlichen Vermittlung, auch um die Frage nach historischer Authentizität.

Ab dem 19. Oktober findet im Wintersemester die öffentliche Ringvorlesung des Netzwerks „Archäologie Diagonal“ und des Centrums für Geschichte und Kultur des östlichen Mittelmeerraums der Universität Münster statt.
Die sechs Veranstaltungen finden montags um 18.15 Uhr im Hörsaal F 2 im Fürstenberghaus am Domplatz 20–22 statt und werden zusätzlich digital über Zoom angeboten. Interessierte sind willkommen.
Unter dem Titel „Public Archaeology. Wie begegnen sich Archäologie und Öffentlichkeit?“ fragt die Reihe, welche Bedeutung historische Authentizität für die Öffentlichkeit hat, welches Bild von Griechen, Römern, Ägyptern, Babyloniern oder Germanen durch unterschiedliche Vermittlungsformen geprägt wird und welchen Einfluss die archäologische Forschung auf diese Wahrnehmung nehmen kann.
Als Beispiele für Vermittlung nennt die Ankündigung Dokumentationen und sogenannte Reenactments, also möglichst genaue, authentisch wirkende Nachstellungen historischer Ereignisse, etwa bei den „Römerspielen“. Auch bürgerwissenschaftliche Projekte, bei denen Interessierte zur Forschung beitragen können, zählen dazu.
Nach Angaben der Universität wird die Antike in Computerspielen, Serien und Hollywoodfilmen häufig spektakulär inszeniert, nicht immer aber wissenschaftlich korrekt.
Die Referentinnen und Referenten sollen laut Ankündigung verschiedene Formen, Chancen und Herausforderungen der öffentlichen Vermittlung von Archäologie beleuchten. Außerdem wollen sie zeigen, wie wissenschaftliche Erkenntnisse, gesellschaftliches Interesse und populäre Darstellungen miteinander in Dialog treten können.
Den Auftakt bestreitet Dr. Sandra Peternek, Direktorin der Archäologie für Westfalen des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe. Sie referiert über das Bodendenkmal „Die Oldenburg“ in Laer.