Bahlsen eröffnet erstes Innenstadt-Outlet in Köln
In der Stollwerck-Passage an der Hohe Straße in Köln eröffnet am Mittwoch, dem 14. Oktober 2026, ein Bahlsen-Outlet auf 400 Quadratmetern. Es ist das 30. Outlet des Unternehmens in Deutschland und das erste mitten in einer Innenstadt. Outlet-Chef Oliver Jansen sieht den Standort positiv, während der Handelsforscher Boris Hedde vom Kölner Institut für Handelsforschung Bedenken äußert.

In der Stollwerck-Passage an der Hohe Straße in Köln wird vor der Eröffnung noch gebohrt, geräumt und ausgepackt. Am Mittwoch, dem 14. Oktober 2026, öffnet dort ein Bahlsen-Outlet auf 400 Quadratmetern.
Das Unternehmen aus Hannover ist unter anderem für Marken wie Leibniz und Brandt bekannt. Für Bahlsen ist es das 30. Outlet in Deutschland, aber das erste mitten in einer Innenstadt. Outlets befinden sich laut Quelle normalerweise eher am Stadtrand.
Oliver Jansen, Chef der Outlet-Abteilung, begründet die Wahl von Köln damit, dass die Stadt großes Potenzial habe. Nach seinen Angaben leben in Köln eine Million Menschen, und auf der Hohe Straße gibt es im Jahr 16 Millionen Passanten. Zudem kämen viele Touristen, die an dem Laden vorbeigehen.
Nach Darstellung der Quelle kennen viele Passanten die Marke, da Bahlsen in ganz Europa und sogar in den USA bekannt ist.
Jansen bewertet das Umfeld auf der Hohe Straße als hochwertig. Er räumt ein, dass es dort viele Umbauten und Billigläden gibt. Die Lage bezeichnet er als außergewöhnlich gut, zumal Haribo vor Kurzem ebenfalls dort eingezogen ist.
Dass Süßwaren an diesem Standort gut laufen, führt Jansen vor allem auf Touristen zurück. Das bislang umsatzstärkste Outlet des Unternehmens befindet sich laut ihm in Cuxhaven, wo viele Urlauber aus dem Ruhrgebiet und dem Rheinland einkaufen.
Jansen zeigt sich überzeugt, dass Kunden weiterhin in Geschäften einkaufen wollen. Sie wollten Waren sehen, anfassen und sich beraten lassen. Unternehmen müssten sich daher etwas einfallen lassen, um den Einkauf attraktiv zu gestalten.
Nach Jansens Angaben unterscheidet sich das Kölner Geschäft deutlich von den anderen Standorten. Hier werde nichts von der Palette verkauft. Stattdessen zeigen Wandbilder die Geschichte des 1889 gegründeten Unternehmens. Zudem soll es bald möglich sein, die Kekse direkt vor Ort zu probieren.
Stadtmarketing-Chefin Annett Polster sieht die Ansiedlung von Bahlsen als positives Zeichen. Süßwarenläden seien seit einigen Jahren mit verschiedenen Konzepten auf der Hohe Straße vertreten und besonders bei jungen Besuchern beliebt. Die Vermietung an Markenanbieter der Branche setze diese Entwicklung fort und zeige die Attraktivität der Flächen.
Boris Hedde hält Bahlsen für eine Marke mit Strahlkraft, warnt jedoch. Bislang sei das Unternehmen eher kein Akteur, der Flächen attraktiv bespielt. Ein Konzept müsse mehr bieten als eine Palette mit Großpackungen. Entscheidend sei, ob das Ziel der Abverkauf oder ein Showroom sei. Hedde zeigt sich gespannt, wie der exponierte Standort gestaltet wird.
Der gesamte Komplex gehört der Familie des Schokoladenunternehmers Hans Imhoff, der 2007 starb. Er hatte Stollwerck groß gemacht und das Schokoladenmuseum gegründet. Jansen spricht in diesem Zusammenhang von einem schönen Zusammentreffen.
Nach der Sanierung im Jahr 2025 standen in dem Gebäude einige Läden leer. Das größte Ladenlokal hat nun einen neuen Mieter aus der Süßwarenbranche gefunden.