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Bornheim: Abkochgebot für Leitungswasser nach E.-coli-Nachweis

In der gesamten Stadt Bornheim mit rund 50.000 Einwohnern muss Leitungswasser derzeit vor der Nutzung abgekocht werden. Das Gesundheitsamt des Rhein-Sieg-Kreises ordnete dies am Freitag, 9. Oktober, an, nachdem in zwei Wasserwerken E.-coli-Bakterien gefunden worden waren. Die Ursache ist laut Behörde noch unklar.

BILD · 11.10.2026 · 00:23 Uhr

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Nach dem Nachweis von E.-coli-Bakterien in zwei Wasserwerken gilt in ganz Bornheim ein Abkochgebot für Leitungswasser. Betroffen sind die rund 50.000 Einwohner der Stadt. Das Gesundheitsamt des Rhein-Sieg-Kreises hatte die Maßnahme bereits am Freitag, 9. Oktober, verhängt.

Nach Angaben der Behörde wurden die Keime sowohl im Wasserwerk Bornheim als auch im Wasserwerk Urfeld in Wesseling entdeckt. Das Werk in Urfeld beliefert auch das Wasserwerk Bornheim. Der betroffene Abschnitt wurde umgehend vom Netz genommen. Die Bevölkerung wurde über die Warn-App NINA informiert.

Wer Leitungswasser trinken, für die Zubereitung von Speisen verwenden, zum Zähneputzen nutzen oder zum Reinigen offener Wunden einsetzen will, muss es zuvor abkochen und danach abkühlen lassen. Zum Duschen und Waschen darf das Wasser dagegen weiterhin ganz normal verwendet werden.

Die Behörden lassen derzeit weitere Wasserproben untersuchen. Zugleich wurde angeordnet, das Trinkwasser zur Desinfektion zu chlorieren. Deshalb kann das Leitungswasser im Laufe des Wochenendes nach Chlor riechen. Der Rhein-Sieg-Kreis erklärte, die Chlorierung stelle keine Gesundheitsgefahr dar. Woher die Verunreinigung stammt, ist bislang unklar; die Untersuchungen dauern an.

Mit einer schnellen Entwarnung ist laut BILD nicht zu rechnen. Das Abkochgebot dürfte demnach das gesamte Wochenende und möglicherweise bis in die kommende Woche gelten. Sobald das Wasser wieder bedenkenlos genutzt werden kann, wollen die Behörden dies ebenfalls über die Warn-App NINA mitteilen.

E.-coli-Bakterien gelten als Hinweis auf Verunreinigungen. Sie können starken Durchfall, Bauchkrämpfe und Übelkeit auslösen. Einige Varianten bilden zudem Giftstoffe, die im schlimmsten Fall die Nieren schädigen können. Aus diesem Grund wird bei einem E.-coli-Nachweis im Trinkwasser sofort Alarm geschlagen.

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