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Duisburg: Kinder- und Jugendlernküche siegt bei DAK-Landeswettbewerb

Das Duisburger Projekt „Kinder- und Jugendlernküche“ des Vereins Projekt LebensWert hat in Düsseldorf den ersten Platz beim DAK-Landeswettbewerb „Gesichter für ein gesundes Miteinander“ belegt. Die Auszeichnung ist mit 750 Euro Preisgeld und der Nominierung für den Bundeswettbewerb verbunden.

AD HOC NEWS · 10.10.2026 · 19:48 Uhr

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Das Duisburger Projekt „Kinder- und Jugendlernküche“ des Vereins Projekt LebensWert hat den DAK-Landeswettbewerb „Gesichter für ein gesundes Miteinander“ in Nordrhein-Westfalen gewonnen. Die Auszeichnung für den ersten Platz erfolgte am 8. Oktober 2026 in Düsseldorf. Das Angebot richtet sich an Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 18 Jahren und verbindet theoretisches Ernährungswissen mit praktischer Arbeit in der Küche.

Die Ehrung nahmen Staatssekretär Matthias Heidmeier und DAK-Landeschefin Berit Schoppen vor. Die Schirmherrschaft für den Wettbewerb auf Landesebene liegt bei NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Mit dem Sieg erhält das Projekt 750 Euro Preisgeld und ist für den Bundeswettbewerb nominiert.

Die Bundessieger bestimmt im Dezember eine Bundesjury unter dem Vorsitz von DAK-Vorstandschef Andreas Storm. Schirmherrin auf Bundesebene ist Bundesfamilienministerin Karin Prien. Im sechsten Jahr des Wettbewerbs gingen bei der Krankenkasse bundesweit rund 350 Bewerbungen ein.

Neben dem Duisburger Projekt zeichnete die Jury weitere Initiativen aus. Platz zwei ging an den Verein Soulbuddies aus Rheda-Wiedenbrück. Sein Projekt „Soulbuddy-Match“ begleitet psychisch belastete Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis 25 Jahre. Den dritten Rang belegte der FC Olympia Bocholt mit dem Bewegungsangebot „Walking Football“.

Projekt LebensWert ist seit 2007 im Duisburger Stadtteil Neumühl aktiv, unter anderem mit Angeboten für ein Schulfrühstück. In der Lernküche bereiten die Heranwachsenden Mahlzeiten aus frischen Lebensmitteln selbst zu. Angeleitet werden sie dabei vom Koch Jamil Maamo. Die Teilnahme steht unabhängig von der finanziellen Situation der Familien offen.

Aus der Arbeit der Lernküche sind weitere Angebote hervorgegangen: ein Ernährungsführerschein an einer örtlichen Grundschule und ein gesundes Schulfrühstück an zwei Schulen in Neumühl. Für die Fortführung und den laufenden Betrieb der Einrichtung ist das Projekt weiterhin auf finanzielle Unterstützung angewiesen.

Nach Angaben des BKK Dachverbands sind mehr als 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland übergewichtig. Viele der Betroffenen leiden demnach bereits unter chronischen Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes oder unter psychischen Belastungen. In einem Impulspapier fordert der Verband mehr Gesundheitsförderung an Bildungseinrichtungen. Dazu zählen der Einsatz von Schulgesundheitsfachkräften und die Einbindung von Gesundheitskompetenz in bestehende Fächer wie Deutsch, Biologie und Sozialkunde. BKK-Vorständin Anne-Kathrin Klemm sprach sich außerdem für einen „Pakt Gesunde Schule“ und eine stärkere Nutzung von Fördermitteln aus.

Auch auf dem Bundeskongress Kita- und Schulverpflegung am 7. Oktober 2026 in Berlin war die Verpflegung im Bildungsalltag ein Thema. Bundesminister Alois Rainer wies dort darauf hin, dass täglich rund sechs Millionen Kinder und Jugendliche in Kitas und Schulen essen.

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