NRW HEUTEonline

Menschen. Themen. Perspektiven.

NRW

NRW: Zehn Wanderrouten für den Herbst von der Eifel bis ins Sauerland

Der Soester Anzeiger hat zehn Wanderungen in Nordrhein-Westfalen zusammengestellt, die im Herbst mit bunten Wäldern locken. Die Auswahl reicht vom Eifelsteig über den Baldeneysee in Essen und das Siebengebirge bis zum Teutoburger Wald, zur Aggertalsperre und zu den Bruchhauser Steinen im Sauerland.

Soester Anzeiger · 11.10.2026 · 07:54 Uhr

Illustration zum Thema: NRW: Zehn Wanderrouten für den Herbst von der Eifel bis ins Sauerland
KI-Illustration

Wenn die Tage kürzer werden und sich das Laub gelb und rot färbt, verändern sich auch die Wanderwege. Der Soester Anzeiger stellt zehn Routen in Nordrhein-Westfalen vor, die sich nach seiner Einschätzung für die Herbstzeit besonders anbieten.

Eifelsteig: Der Eifelsteig gilt als einer der beliebtesten Wanderwege des Landes und führt auf 313 Kilometern durch die Eifel. Für den Herbst empfiehlt sich demnach Etappe 3 von Monschau nach Einruhr, die 24 Kilometer lang ist. Unterwegs liegen die Perlenbachtalsperre, das Nationalpark-Tor Höfen und der Aussichtspunkt Perdsley. Dort entfaltet sich laut der Eifelsteig-Website unter den Wandernden ein rotbuntes Blätterdach.

Schöpfungspfad im Nationalpark Eifel: Der Schöpfungspfad ist sieben Kilometer lang und Teil des 85 Kilometer langen Wildnis-Trails. Er beginnt in Simmerath-Erkensruhr und führt zunächst durch dunklen Fichtenwald, ehe sich der Blick auf einen alten Buchenmischwald öffnet. Flechten- und moosbewachsene Felsvorsprünge kommen hinzu. Als Höhepunkt nennt der Nationalpark Eifel den „Weg zur Mitte“, ein begehbares Stein-Labyrinth.

Baldeneysee in Essen: Der Baldeneysteig umrundet den See im Ruhrgebiet auf 26,7 Kilometern und 600 Höhenmetern. Im Herbst färben sich die Wälder um den See bunt. Nach Angaben der Stadt Essen gibt es zusätzlich vier Seitenblicke, also Abstecher zu kulturellen Highlights, die von der Hauptroute aus erreichbar sind. Dazu zählen die Korte Klippe, die Ruine Isenburg und die Siedlung Brandenbusch.

Klosterlandschaft Heisterbach: Im Siebengebirge startet eine Rundwanderung am Parkplatz am Kloster Heisterbach. Der 10,8 Kilometer lange Weg führt über Stenzelberg, Nonnenstromberg, Petersberg und Falkenberg, überwiegend auf Waldpfaden. Laut der Website des Klosters ist Heisterbach ein kulturhistorischer Schatz, dessen Anfänge bis ins 12. Jahrhundert zurückreichen.

Bergischer Weg und Schloss Drachenburg: Der Bergische Weg wurde 2024 zu Deutschlands schönstem Wanderweg gewählt. Auf 259 Kilometern verläuft er vom Ruhrgebiet durch das Bergische Land und das Siebengebirge bis nach Königswinter. Die Route ist in 14 Etappen gegliedert, die sich auch einzeln als Tagestouren eignen. Die letzte Etappe endet auf dem Drachenfels, der Aufstieg ist anspruchsvoll. Von oben reicht der Blick über das Siebengebirge, Schloss Drachenburg und den Rhein. Alternativ fährt Deutschlands älteste Zahnradbahn auf den Drachenfels.

Hermannsweg im Teutoburger Wald: Der Hermannsweg zieht sich über 163 Kilometer durch die Region und lässt sich auch in einzelnen Etappen gehen. Einer der beliebtesten Abschnitte beginnt am Hermannsdenkmal in Detmold und endet nach 19 Kilometern in Leopoldstal. Auf dieser Strecke liegen die Externsteine, eines der eindrucksvollsten Naturdenkmale in NRW.

Dörenther Klippen: Ebenfalls im Teutoburger Wald liegt die Teutoschleife entlang der Dörenther Klippen. Der etwa 9,3 Kilometer lange Rundweg bei Ibbenbüren führt durch Mischwald. Höhepunkt sind die Dörenther Klippen, eine Sandstein-Felsformation, die den Blick auf den Teutoburger Wald freigibt.

Denkmalroute Hochdahl im Neanderland: Das Neanderland im Kreis Mettmann im Westen von NRW ist laut seiner Website nicht nur Fundort des Neandertalers, sondern auch Heimat von Wäldern, Bächen, Seen sowie Auen- und Heidelandschaften. Die knapp acht Kilometer lange Denkmalroute Hochdahl erzählt von der historischen Entwicklung des Ortes und endet am Neanderthal Museum.

Aggertalsperre im Oberbergischen Land: Eine Rundwanderung um die Talsperre verspricht Herbstkulissen. Eine Möglichkeit ist der etwa zwölf Kilometer lange Energieweg. Nach Angaben des Bergischen Wanderlands zeigt er anschaulich die Verbindung zwischen dem Landschaftserlebnis an der Aggertalsperre und dem Thema regenerative Energien. Der See ist auch vom Wanderweg aus zu sehen.

Bruchhauser Steine im Sauerland: In Olsberg-Bruchhausen erstreckt sich rund um eine Felsformation aus Vulkanstein ein weites Waldgebiet. Der Ausflug beginnt im Informationscenter direkt am Besucherparkplatz. Von dort geht es hinauf zu Bornstein, Feldstein, Goldstein und Ravenstein. Wie die Stiftung Bruchhauser Steine auf ihrer Website mitteilt, ist der Feldstein der einzige Fels, den Besucher betreten können. Sein Gipfel liegt auf 756 Metern Höhe.

Bei Soester Anzeiger lesen ↗