Köln und Meerbusch: Razzien gegen mutmaßlichen Waffen- und Drogenhandel
Seit dem frühen Donnerstagmorgen durchsuchen Spezialeinheiten von Polizei und BKA Objekte in NRW und Rheinland-Pfalz. Es besteht der Verdacht auf organisierten Waffen- und Rauschgifthandel. Laut WDR gab es in Köln-Mülheim mehrere Festnahmen. Für Freitag, 11 Uhr, ist eine Pressekonferenz angesetzt.

In Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz laufen seit dem frühen Donnerstagmorgen umfangreiche Polizeieinsätze wegen des Verdachts auf organisierten Waffen- und Rauschgifthandel. Laut WDR sind in Köln und Meerbusch Spezialeinheiten der Polizei und des Bundeskriminalamts (BKA) im Einsatz. Nach Angaben des Wochenblatt-Reporters begannen die Maßnahmen um 6 Uhr.
In Köln-Mülheim wurden dem WDR zufolge unter anderem Objekte im Umfeld der Keupstraße und der Berliner Straße durchsucht. Dabei soll es mehrere Festnahmen gegeben haben. Der Wochenblatt-Reporter berichtet, dass vermummte Einsatzkräfte unter anderem eine Spielhalle und einen barähnlichen Betrieb durchsuchten und dass dabei eine Person abgeführt wurde.
Auch in Meerbusch-Osterath finden ähnliche Maßnahmen statt, wie die Staatsanwaltschaft Düsseldorf mitteilte. Dort geht es ebenfalls um Verstöße gegen das Waffengesetz und um den Handel mit Betäubungsmitteln. Außerdem lief ein Einsatz in Wuppertal. Weitere Einsatzorte nannten die Behörden zunächst nicht. An den Ermittlungen sind nach Angaben des Wochenblatt-Reporters die Staatsanwaltschaft Köln sowie die Zentral- und Ansprechstelle für die Verfolgung Organisierter Straftaten in NRW (ZeOS NRW) beteiligt.
Die Behörden erklärten, die Durchsuchungen könnten noch längere Zeit andauern. Die Kölner Polizei und das BKA betonten, die aktuellen Einsätze seien Teil einer größeren Aktion, die auch Rheinland-Pfalz betreffe. Zu den durchsuchten Objekten und zu möglichen sichergestellten Beweismitteln machten sie zunächst keine Angaben.
Parallel dazu laufen laut einem weiteren WDR-Bericht internationale Ermittlungen gegen mutmaßliche Geldwäscher. Es besteht der Verdacht, dass Gold im Wert von bis zu 210 Millionen Euro aus Drogengeschäften in die Türkei gebracht wurde. Die Masche soll darin bestanden haben, mit dem Erlös aus Drogengeschäften Gold zu kaufen, einzuschmelzen und in die Türkei zu schaffen.
An diesen Ermittlungen ist auch Europol beteiligt. Sie führten zu Durchsuchungen in 40 Wohn- und Geschäftsräumen in mehreren Städten, darunter Köln, Wuppertal und Leverkusen. Drei Hauptverdächtige wurden festgenommen. Insgesamt wird gegen 24 Beschuldigte ermittelt.
Die Behörden warnen vor Spekulationen und verweisen auf die Pressekonferenz, die für Freitag um 11 Uhr im Kölner Polizeipräsidium angesetzt ist.