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Tatverdächtiger im Fall der 1995 getöteten Lidl-Filialleiterin festgenommen

Die Polizei Mönchengladbach hat im Fall der 1995 in St. Tönis getöteten Lidl-Filialleiterin Sonja K. einen Tatverdächtigen festgenommen. Ermittler der Cold-Case-Einheit fanden mithilfe moderner Kriminaltechnik eine neue Spur. Gegen einen heute 59-jährigen Mann richtet sich der Tatverdacht; er befindet sich laut Polizei in Untersuchungshaft.

Merkur · 14.10.2026 · 05:25 Uhr

Artikelbild der Quelle zu: Mord an Supermarkt-Filialleiterin: Polizei nimmt Verdächtigen nach drei Jahrzehnten fest
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Die Polizei Mönchengladbach hat einen ungelösten Mordfall neu aufgerollt und dabei einen Tatverdächtigen festgenommen. Möglich machte dies moderne Technik.

Mord verjährt nicht. Deshalb untersucht die Polizei auch alte Mordfälle immer wieder neu, in der Hoffnung auf neue Spuren und Hinweise. Eine solche Initiative läuft derzeit auch bei der Polizei Mönchengladbach. Gemeinsam mit dem Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen und der Staatsanwaltschaft Krefeld wurden die Ermittlungen in zwei ungeklärten Fällen wieder aufgenommen. In einem dieser Fälle konnte nun ein Ermittlungserfolg verkündet werden.

Es geht um die Lidl-Filialleiterin Sonja K., die in ihrer Filiale erdrosselt wurde. Die Tat geschah am frühen Morgen des 25. Januar 1995 in einer Supermarktfiliale in St. Tönis (Kreis Viersen).

Sonja K. räumte vor der Öffnung Regale ein, als sich unbekannte Täter Zutritt zum Gebäude verschafften. Sie überwältigten die junge Frau, fesselten und erdrosselten sie. Mit dem Schlüsselbund, den sie um den Hals trug, öffneten die Täter den Tresor und flüchteten anschließend mit mehreren Tausend D-Mark.

Trotz intensiver Ermittlungen in den Folgejahren fehlte laut Bild lange Zeit jede heiße Spur.

Die Ermittler der Cold-Case-Einheit fanden mithilfe moderner Kriminaltechnik, die in den 1990er-Jahren noch nicht zur Verfügung stand, eine neue Spur. Sie untersuchten alte Asservate und Klebefolien der Spurensicherung von der Kleidung des Opfers erneut. Dabei gelang es, mikroskopisch kleine Hautschuppen zu isolieren und ein verwertbares DNA-Muster zu gewinnen.

Durch systematische DNA-Reihentests und Abgleiche im damaligen Umfeld des Marktes stießen die Ermittler schließlich auf eine Übereinstimmung.

Der Tatverdacht richtet sich gegen einen heute 59-jährigen Mann. Zur Tatzeit im Jahr 1995 war dieser als Ladendetektiv in genau jener Filiale tätig und kannte die örtlichen Abläufe daher genau. Spezialeinheiten nahmen ihn in seiner Wohnung in Krefeld fest.

Das Amtsgericht erließ Haftbefehl wegen Mordes und Raubes mit Todesfolge. Der 59-Jährige befindet sich seither in Untersuchungshaft, wie die Polizei Mönchengladbach in einer Pressemeldung erklärte.

Die Leiterin der Ermittlungsgruppe Cold Case, Kriminalhauptkommissarin Stefanie Kohnen, sagte bei einer Pressekonferenz, man sei froh, nach über 30 Jahren den beiden Brüdern des Opfers Gewissheit verschafft zu haben, wer ihre Schwester mutmaßlich getötet habe.

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