Ayhan Tumani erläutert Philosophie für Schalkes Knappenschmiede
Ayhan Tumani, neuer sportlicher Leiter der Knappenschmiede, beschreibt laut einem BILD-Bericht seine Spielidee: mutiger, offensiver Fußball nach den Prinzipien des „Fußball Total“. Sportvorstand Frank Baumann kündigt mehr Investitionen in den Nachwuchs an.

Schalke hat nach Angaben der BILD große Pläne für die Ausbildung seines Nachwuchses. Sportvorstand Frank Baumann (50) lobt den neuen sportlichen Leiter der Knappenschmiede, Ayhan Tumani (55), als Experten im Nachwuchs und im Übergangsbereich sowie als Teamplayer und Wunschkandidaten. Tumani war laut dem Bericht zuvor unter anderem bei Paderborn und Arsenal tätig.
Tumani erläutert seine Philosophie: Seine Spielidee basiere auf den Prinzipien des „Fußball Total“, den Rinus Michels entwickelt und Johan Cruyff weitergedacht habe. Angestrebt werde ein mutiger, offensiver und intensiver Fußball, bei dem die Spieler das Spiel selbst gestalten.
Tumani stellt fest, dass andere Vereine aufgeholt und Schalke teilweise überholt hätten, etwa Freiburg, Stuttgart, Hoffenheim oder Mainz. Der Anspruch sei dennoch, in Deutschland und Europa führend zu sein.
Laut dem Bericht stehen die Grundprinzipien des „Fußball Total“ dafür, dass der FC Barcelona seit Jahren sehr stark ist. Für Schalke bedeutet das demnach, dass in der Jugend ab sofort kreative Talente entwickelt werden sollen, die den Ball haben wollen.
Tumani formuliert das Ziel, dass alle eigenen Spieler Zehntausende Ballkontakte mehr haben sollen als Spieler, die anderswo ausgebildet wurden.
Laut Artikel gehört dazu auch eine pragmatische, abgebrühte Mentalität. Der Bericht thematisiert, dass Umkleideräume weiterhin in Containern untergebracht sein könnten, und begründet dies damit, dass die Talente nicht zu sehr verwöhnt werden sollen.
Tumani verweist darauf, dass auch die Kabinen der Akademie des FC Barcelona recht urig und veraltet seien. Zudem wünscht er sich manchmal sogar einen Ascheplatz für Nachwuchsteams, was er für gar nicht so schlecht hält.
Der Bericht nennt als Ziel, auch künftig Spitzentalente auszubilden; dafür solle mehr Geld in die Jugend fließen. Baumann sagt, man wolle mehr investieren, in Infrastruktur, Fachexperten und Trainer, aber auch in Spieler.
Auch beim Scouting habe ein Umdenken stattgefunden. Laut Bericht gab es bisher mehr Profi- als Jugendscouts; dieses Verhältnis solle sich nun ändern. Baumann erklärt, man habe erkannt, dass der Verein an einzelnen Stellen weniger gut aufgestellt sei.
Eine Bildunterschrift nennt Miron Muslic (44) und Frank Baumann (50), die sich auf neue Talente freuen.