NRW HEUTEonline

Menschen. Themen. Perspektiven.

NRW

Kletter-Aktion bei Dorsten: Aktivisten verzögern Castor-Transport

Auf der Autobahn 31 bei Dorsten haben Aktivisten nach Angaben der Polizei einen Castor-Transport verzögert. Drei Personen wurden in Gewahrsam genommen. Der Transport erreichte am Morgen das Brennelemente-Zwischenlager in Ahaus.

nd-aktuell.de · 14.10.2026 · 07:25 Uhr

Artikelbild der Quelle zu: Kletter-Aktion – Aktivisten verzögern Castor-Transport
Bild aus der Originalquelle

In der Nacht haben Aktivisten auf der Autobahn 31 bei Dorsten in Nordrhein-Westfalen nach Angaben der Polizei einen Castor-Transport verzögert.

Die Polizei nahm einen 20-jährigen Mann, eine 37-jährige Person und eine 30-jährige Frau in Gewahrsam. Nach Angaben der Aktivisten hatten sie sich von einer Brücke in der Nähe der Anschlussstelle Schermbeck abgeseilt.

Die Gruppe hatte außerdem ein Banner mit der Aufschrift »Stoppt den Scheiß« dabei. In einer Mitteilung der Aktivisten hieß es, die Aktion reihe sich in ein kreatives und vielfältiges Protestgeschehen ein. Die Anti-Atomkraft-Bewegung sei weiterhin an dem Thema dran.

Laut Polizei wurde der Transport durch die Aktion verzögert und erreichte schließlich am Morgen das Brennelemente-Zwischenlager in Ahaus. Zeitweise wurde der Verkehr von der Autobahn abgeleitet. Es handelte sich um den 23. Castor-Transport aus Jülich.

Die umstrittenen Atommülltransporte führen rund 170 Kilometer von Jülich bei Düren nach Ahaus im Münsterland über Autobahnen quer durch Nordrhein-Westfalen. Insgesamt werden 152 Castor-Behälter auf Schwerlasttransportern durch NRW gefahren. Es handelt sich um einen der größten Atommülltransporte auf der Straße seit Jahrzehnten.

Nach aktueller Einschätzung des NRW-Wirtschaftsministeriums könnte es noch bis zum Sommer 2028 dauern, bis der letzte Atommüllbehälter sein Ziel erreicht hat.

Bei nd-aktuell.de lesen ↗