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Ihnetalbrücke in Attendorn freigegeben – Probleme im neuen Turbokreisel

Die neue Ihnetalbrücke in Attendorn und der Turbo-Kreisverkehr sind für den Verkehr freigegeben. Zum Start kamen einige Verkehrsteilnehmer im Kreisel nicht zurecht und gerieten in den Gegenverkehr; entsprechende Videos kursieren in sozialen Medien. Restarbeiten sollen bis Jahresende abgeschlossen werden, die halbseitige Ampelregelung führte bereits zu langen Staus.

SauerlandKurier · 09.10.2026 · 10:10 Uhr

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Die neue Ihnetalbrücke in Attendorn und der neu angelegte Turbo-Kreisverkehr wurden am Dienstagvormittag, 6. Oktober, für den Verkehr freigegeben. Das Vorhaben ist ein Großprojekt der Regionalniederlassung Südwestfalen von Straßen.NRW.

Nach Angaben von Straßen.NRW ist die L512 zwischen Olpe und Attendorn durch den Neubau zukunftsfähig aufgestellt. Die Behörde zeigt sich überzeugt, dass der Knotenpunkt L512/L539 durch den Turbo-Kreisverkehr leistungsfähiger ist.

Bereits bei der Eröffnung kamen einige Verkehrsteilnehmer im Turbokreisel nicht zurecht, nahmen falsche Abfahrten und gerieten dadurch in den Gegenverkehr. Entsprechende Videos kursieren seither in den sozialen Medien.

Nach der Freigabe laufen noch Restarbeiten in Richtung Olpe, die bis zum Jahresende abgeschlossen werden sollen. Turbo-Kreisverkehr und neues Brückenbauwerk bleiben währenddessen für den Verkehr geöffnet. Im Baustellenbereich wird der Verkehr halbseitig per Ampel geregelt. Das führte schon an den ersten Tagen zu langen Staus, sodass Autofahrer lange warten mussten, um in die Nähe des neuen Turbokreisels zu gelangen.

Nach dem Baubeginn im Oktober 2023 konnten die Bauwerke früher als geplant geöffnet werden. Einerseits ist von einer Öffnung zwei Jahre früher als geplant die Rede, andererseits war die ursprüngliche Verkehrsfreigabe laut Angaben für das Frühjahr 2027 anvisiert. Steffen Scholz, Leiter der Straßen.NRW-Regionalniederlassung Südwestfalen, zeigt sich erfreut und führt den positiven Baufortschritt auf die gute Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten zurück.

Der Ersatzneubau wurde neben dem Bestandsbauwerk aus dem Jahr 1959 errichtet. Laut Mitteilung von Straßen.NRW konnte der Verkehr etwa 75 Prozent der Bauzeit zweistreifig fahren, da die Verbindungsfunktion der L512 aufrechterhalten werden sollte.

Die Ihnetalbrücke musste wegen gravierender statischer Defizite ersetzt werden. Bereits 2018 wurde das Bestandsbauwerk durch ein Traggerüst gesichert. Die neue Brücke misst 83 Meter, ist als zweistegiger Plattenbalken ausgeführt, maximal 11 Meter hoch und zwischen 18,75 und 33,4 Metern breit. Insgesamt wurden rund 5000 Kubikmeter Beton verbaut.

Seit April 2026 wurde der Knotenpunkt L512/L539 zum Turbokreisverkehr umgebaut. Eine Besonderheit ist, dass sich Verkehrsteilnehmer vor dem Kreisel dem gewünschten Fahrstreifen zuordnen. Die Achse Attendorn–Meinerzhagen musste während der Bauphase vollständig gesperrt werden, während der Verkehr auf der L512 weiterfließen konnte.

Besondere Herausforderungen waren die Nähe zur Biggetalsperre mit Schlingnattervorkommen, die spezielle Bodenbeschaffenheit sowie die angrenzende Bahntrasse. Mit einem Bauvolumen von 19 Millionen Euro ist das Vorhaben die größte Maßnahme des Brückenersatzneubauprogramms von Straßen.NRW.

Der Abbruch der alten Brücke ist für 2027 vorgesehen und soll in Abstimmung mit der Deutschen Bahn erfolgen. Im Bereich über der Bahnstrecke sollen die Betonelemente gesägt und per Mobilkran ausgehoben werden.

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