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Ruhr-Sieg-Strecke: Züge fahren trotz angekündigter Entlastung weiter nicht

Auf der Ruhr-Sieg-Strecke fallen Züge trotz angekündigter Verkürzung des Schienenersatzverkehrs auf der Linie RB 91 weiterhin aus. Eine Bahnsprecherin nennt Bauarbeiten in Altena als Grund für die Verzögerung. Laut der Meldung auf zuginfo.nrw sollen die Zugausfälle bis voraussichtlich 28. Oktober andauern.

SauerlandKurier · 09.10.2026 · 09:49 Uhr

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Auf der Ruhr-Sieg-Strecke sollte seit Mittwoch, dem 7. Oktober, eine spürbare Entlastung eintreten. Der Schienenersatzverkehr auf der Linie RB 91 sollte deutlich verkürzt werden und nur noch zwischen Lennestadt-Altenhundem und Welschen Ennest stattfinden. Entgegen den Ankündigungen stellten Reisende am Mittwochmorgen jedoch fest, dass die Züge weiterhin nicht fuhren.

Im Update vom 8. Oktober heißt es, Reisende müssten zwischen Letmathe und Welschen Ennest weiterhin auf den Schienenersatzverkehr ausweichen. Die Züge der Linie RE 34 entfallen zwischen Welschen Ennest und Dortmund Hbf, zwischen Hagen Hbf und Kirchhundem-Welschen Ennest ist ein Ersatzverkehr eingerichtet. Auf der Linie RB 91 entfallen die Züge zwischen Welschen Ennest und Iserlohn-Lethmathe, auch dort ist ein Ersatzverkehr eingerichtet. Die Zugausfälle dauern laut der aktualisierten Meldung auf zuginfo.nrw noch bis voraussichtlich 28. Oktober an.

Im Update vom 9. Oktober, 9.27 Uhr, wird mitgeteilt, dass eine Presseanfrage an die Bahn nach Redaktionsschluss beantwortet wurde. Als Grund für die Verzögerung nennt eine Bahnsprecherin Arbeiten in Altena. Straßen.NRW baut dort laut ihren Angaben eine neue Hilfsbrücke an der B236/Bahnhofsstraße, wofür die DB die Oberleitung unterhalb der Straßenbrücke anpassen muss.

Die Bauarbeiten hätten vollumfänglich bis Dienstag abgeschlossen sein sollen. Es stünden jedoch noch Restarbeiten an Brücke und Oberleitung aus. Solange diese nicht beendet seien, könnten die Züge des Personenverkehrs noch nicht wieder über die Strecke fahren, da sie die Oberleitung benötigen. Come-on.de berichtet von verärgerten und nicht informierten Fahrgästen.

Die Fachleute hätten bis zuletzt an den Abschlussarbeiten gearbeitet, dies sei jedoch nicht gelungen. Deshalb sollen die neuen Ersatzkonzepte kurzfristig und möglichst schnell in die Auskunftssysteme eingearbeitet werden, so die Bahnsprecherin.

Derzeit läuft der Schienenersatzverkehr nur im Notsystem. Laut der Bahnsprecherin arbeiten Mitarbeitende daran, dass Fahrgäste ab dem Wochenende einen Ersatzverkehr mit geregeltem Fahrplan nutzen können. Bis dieser vollständig in der Reiseauskunft sichtbar ist, werde es noch einige Tage dauern. Seit Mittwoch fährt zusätzlich ein Schnellbus im Stundentakt zwischen Hagen und Siegen. Reisende finden ihn laut Bahn für heute und morgen in der Reiseauskunft, weitere Tage sollen entsprechend ergänzt werden.

Als Hintergrund der Einschränkungen nennt der Bericht laufende Bauarbeiten auf der Ruhr-Sieg-Strecke sowie die Folgen der Brückenhavarie in Kirchhundem. Anfang September war dort eine neue Eisenbahnbrücke während des Einbaus ihrer Konstruktion verrutscht und zusammengesackt. Fachleute untersuchen derzeit das beschädigte Brückenteil. Die Deutsche Bahn will erst nach Abschluss dieser Untersuchungen über das weitere Vorgehen entscheiden. Weitere Informationen zum Stand der Arbeiten sollen laut Unternehmensangaben in Kürze veröffentlicht werden.

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