Düsseldorf: Innenminister Reul spricht über Sprachprobleme nach Operation
NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) hat zu Beginn einer Sitzung des Innenausschusses im Düsseldorfer Landtag erklärt, dass er seit einer Operation im Sommer Sprachprobleme hat. Die Ursache ist nach seinen Angaben noch unklar. Zuvor hatten die Spekulationen über seinen Zustand laut BILD zugenommen.

Der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (74, CDU) hat zu Beginn einer Sitzung des Innenausschusses im Düsseldorfer Landtag öffentlich gemacht, dass er seit einer Operation im Sommer unter Sprachproblemen leidet. Anlass waren nach Darstellung von BILD zunehmende Spekulationen über seinen Gesundheitszustand.
Reul ließ sich nach eigenen Angaben in den Sommerferien operieren. Der Eingriff sollte das starke Zittern einer Hand beseitigen. Seit der Operation bestehe jedoch ein sprachliches Problem, sagte der Minister. Man wisse bislang nicht genau, worum es sich handle und warum es entstanden sei.
Laut BILD hatten Beobachter zuletzt bemerkt, dass Reul teilweise verwaschen und undeutlich sprach, was hinter den Kulissen Fragen und Spekulationen auslöste. Reul selbst nannte eine mögliche Erklärung: Eventuell habe er das Krankenhaus zu schnell verlassen und zu früh wieder gearbeitet, weil er während des damaligen Großbrandes im Hürtgenwald präsent sein wollte. Ob dies mit den Beschwerden zusammenhängt, ist unklar. Reul betonte ausdrücklich, dass die Ursache bislang nicht feststehe.
Besorgnis wollte der Minister dennoch entgegentreten. Er habe keine schwere Erkrankung, so seine Botschaft. Er sei „gesund und munter, aber sprachlich etwas lädiert“, sagte Reul.
Reul ist derzeit der älteste Minister im Kabinett von CDU und Grünen. Zuletzt hatte er erklärt, sich eine dritte Amtszeit als Innenminister vorstellen zu können. Der frühere Studienrat gehört seit Jahren zu den profiliertesten Politikern Nordrhein-Westfalens. 1985 zog er erstmals in den Landtag ein, seit 2017 leitet er das NRW-Innenministerium.