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Feuer mit drei Toten in Bochum: Bewohner unter Mordverdacht

Nach einem Brand in einem Bochumer Wohnhaus mit drei Toten und fünf Verletzten hat ein Richter gegen einen 41-jährigen Bewohner Haftbefehl wegen Mordes erlassen. Der Mann kommt in Untersuchungshaft. Laut einem Sprecher der Staatsanwaltschaft hat er sich zum Tatvorwurf nicht geäußert.

n-tv.de · 14.10.2026 · 17:52 Uhr

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Bei einem verheerenden Feuer in einem Wohnhaus in Bochum sind drei Menschen ums Leben gekommen, fünf weitere wurden verletzt. Ein Richter hat gegen einen Bewohner des Hauses Haftbefehl wegen Mordes erlassen. Laut einem Sprecher der Staatsanwaltschaft hat sich der 41-Jährige zum Tatvorwurf nicht geäußert. Er kommt nun in Untersuchungshaft. Zum Motiv wird noch ermittelt, dazu sind derzeit keine Angaben möglich.

Der Verdacht gegen den Rumänen habe sich im Lauf der Ermittlungen erhärtet, teilten die Ermittler mit. Ihm werden dreifacher Mord sowie Brandstiftung mit Todesfolge vorgeworfen. Als Brandursache konnte ein technischer Defekt ausgeschlossen werden.

Der 41-Jährige war der Polizei bereits wegen Körperverletzungs- und Eigentumsdelikten bekannt. Ein Polizeisprecher berichtete, am Sonntag, zwei Tage vor Ausbruch des Feuers, habe es in dem Haus einen Polizeieinsatz wegen Streitigkeiten gegeben. Ob dieser Einsatz mit dem Feuer zusammenhängt, sei noch unklar.

Bei den Todesopfern handelt es sich um zwei Frauen im Alter von 25 und 27 Jahren sowie um einen 26-jährigen Mann. Alle drei besitzen die indische Staatsangehörigkeit. Bochums Oberbürgermeister Jörg Lukat (SPD) sprach von einer „Tragödie“, wie sie die Stadt seit Jahrzehnten nicht erlebt habe.

Die Feuerwehr wurde am Dienstag gegen 4.15 Uhr alarmiert. Menschen standen an den Fenstern im ersten und zweiten Stock und riefen um Hilfe. Zwei Personen wurden mit einer Drehleiter, zwei weitere über tragbare Leitern und eine Person mit einem Sprungpolster aus dem Gebäude gerettet. Bei den weiteren Löscharbeiten fanden die Rettungskräfte in einer Wohnung die Leichen der drei erwachsenen Todesopfer.

Nach rund vier Stunden war der Brand gelöscht. Das hölzerne Treppenhaus wurde bei dem Feuer vollständig zerstört. Das Haus dürfte deshalb unbewohnbar sein.

Einen Tag nach dem Feuer waren am Brandhaus keine Zeichen des Gedenkens zu sehen, weder Blumen noch Kerzen. Eine Frau, die sich einem dpa-Reporter vor Ort als Bewohnerin zu erkennen gab, berichtete, die drei Todesopfer hätten erst wenige Wochen in dem Haus gewohnt.

Die Bewohnerin berichtete außerdem, der Verdächtige habe eine Frau und drei Kinder. Die Familie habe seit etwa einem Jahr in dem Haus gewohnt. Die Polizei sei wegen des Mannes mehrfach, zuletzt am Sonntag, vor Ort gewesen. Er habe immer wieder und mit mehreren Menschen im Haus Streit gehabt, es sei sogar zu Schlägereien gekommen.

Die Frau selbst habe in der Brandnacht Lärm im Haus gehört. Als sie die Wohnungstür öffnete, seien ihr heißer Rauch und Flammen entgegengekommen. Sie habe die Tür sofort wieder geschlossen und die Feuerwehr gerufen. Kurz darauf sei sie am Fenster mit einer Drehleiter gerettet worden.

Ihre Habseligkeiten befinden sich noch in der Wohnung, die sie nicht mehr betreten darf. Sie habe kein Portemonnaie, kein Handy und keinen Ausweis. Die Nacht habe sie bei ihrer Tochter verbracht. Sie hoffe, bald die notwendigsten Sachen aus ihrer Wohnung holen zu können.

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