Blessin erklärt, warum Kevin Stöger im Derby gegen Köln nicht im Kader stand
Gladbach-Trainer Alexander Blessin hat erklärt, warum Kevin Stöger im Derby gegen den 1. FC Köln nicht im Kader stand. Laut Blessin habe ihm Mathieu Nguefack einfach gefallen. GladbachLIVE bewertet die Entscheidung als harten Dämpfer für Stöger, dessen Vertrag zum Saisonende ausläuft.

Bei den Anhängern von Borussia Mönchengladbach sorgte die Aufstellung für das Derby gegen den 1. FC Köln für Verwunderung. Kevin Stöger (33) stand nicht auf der Kaderliste, die etwa eine Stunde vor Spielbeginn veröffentlicht wurde. Da der Verein ihn nicht als verletzt oder angeschlagen geführt hatte, kamen rasch Gerüchte auf, ob es sich um eine Strafaktion oder um eine rein sportliche Entscheidung von Trainer Alexander Blessin handelte.
Am Mittwoch äußerte sich Blessin (53) auf Anfrage. Laut einem Bericht von rp-online.de sagte er, Kaderentscheidungen würden abgewogen. Die Mannschaft habe junge, hungrige Spieler. Mathieu Nguefack habe ihm „einfach gefallen“, weshalb er sich für ihn und nicht gegen Stöger entschieden habe.
GladbachLIVE wertet diese Aussage als deutliche Botschaft an das Team: Bei der Auswahl der Spieler spielten bekannte Namen und frühere Erfolge keine Rolle. Die Äußerung fiel nach Angaben der Quelle schon in Blessins erster Partie als verantwortlicher Trainer.
Für Stöger ist die Nichtberücksichtigung laut GladbachLIVE ein harter Dämpfer. Seit seinem Wechsel vom VfL Bochum vor zwei Jahren konnte er sich nach Darstellung des Berichts nie als gesetzter Spieler etablieren. In den ersten beiden Saisons stand er 31-mal in der Startformation, obwohl er stets einsatzbereit und gesund war. Auch unter Blessins Vorgängern saß er regelmäßig auf der Bank.
Zudem fehlten sechs mögliche Leistungsträger: Jens Castrop, Enzo Leopold, Nicolas Kühn, Ko Itakura, Franck Honorat und Tim Kleindienst. An ihrer Stelle erhielten die jungen Talente Mathieu Nguefack und Fritz Fleck eine Chance im Aufgebot. Bei der 1:2-Niederlage gab Fleck sein Debüt in der Bundesliga.
Im zentralen Mittelfeld setzte Blessin von Beginn an auf Philipp Sander und Florian Neuhaus. Im weiteren Spielverlauf wurde mit Zento Uno ein weiterer Youngster eingewechselt, der Stöger Konkurrenz macht und laut Quelle auf seinen ersten Startelfeinsatz brennt. Dadurch wird der Konkurrenzkampf im Mittelfeld für den 33-Jährigen nach Einschätzung von GladbachLIVE härter, und die Rivalen werden jünger.
Zudem steht laut GladbachLIVE eine weitreichende, auch finanziell bedeutsame Entscheidung an. Stögers zum Saisonende auslaufender Vertrag würde sich ab einer gewissen Anzahl von Spielen automatisch um ein weiteres Jahr verlängern. Dann müsste der Verein bis 2028 das Gehalt eines Spielers zahlen, der im kommenden Sommer 34 Jahre alt wird. GladbachLIVE schreibt, dass er am Niederrhein möglicherweise ohnehin keine Zukunft mehr habe.