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Zehn Festnahmen bei Ermittlungen gegen mutmaßlichen Waffen- und Drogenhandel

Im Auftrag der Staatsanwaltschaften Düsseldorf und Köln sind Bundeskriminalamt und Polizeipräsidium Köln am 8. Oktober 2026 gegen ein mutmaßlich international agierendes Netzwerk vorgegangen. Laut Mitteilung des Bundeskriminalamts wurden sieben Beschuldigte in Deutschland und drei in Spanien festgenommen. Sichergestellt wurden unter anderem Schusswaffen, Bargeld und Betäubungsmittel.

News.de · 09.10.2026 · 12:18 Uhr

Die Polizei informiert über ein aktuelles Delikt (Symbolbild). (Foto)
Bild aus der Originalquelle

Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Düsseldorf (ZeOS NRW) und der Staatsanwaltschaft Köln sind am 8. Oktober 2026 das Bundeskriminalamt und das Polizeipräsidium Köln in zwei parallel geführten Ermittlungsverfahren gegen ein international agierendes Netzwerk vorgegangen, das mutmaßlich im organisierten Waffen- und Rauschgifthandel tätig ist. Die Mitteilung des Bundeskriminalamts stammt vom 9. Oktober 2026.

Unterstützt wurden die Maßnahmen laut der Mitteilung durch die Bundespolizei, die Landespolizei Nordrhein-Westfalen und die GRECO Costa del Sol der Policía Nacional.

Sieben Beschuldigte wurden an ihren Aufenthaltsorten in Deutschland festgenommen. Grundlage waren Haftbefehle der jeweils zuständigen Amtsgerichte in Düsseldorf und Köln; die Festnahmen führten Spezialkräfte des Bundes und der Länder durch. In Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden in den Niederlanden und in Spanien wurden zudem drei weitere Beschuldigte in Spanien festgenommen. Insgesamt wurden damit zehn Beschuldigte festgenommen und 35 Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt.

Die Einsatzkräfte stellten in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sowie in den Niederlanden und in Spanien umfangreiches Beweismaterial sicher. Dazu zählen zahlreiche Schusswaffen, digitale Beweismittel, Bargeld und Betäubungsmittel. Die Auswertung der Beweismittel dauert an.

Den Beschuldigten wird vorgeworfen, in erheblichem Umfang Waffen, darunter Pistolen und Sturmgewehre, sowie Rauschgift illegal gehandelt zu haben. Den Vorwürfen zufolge nutzten sie dafür auch legale Transportstrukturen, um vorwiegend illegal hergestellte Schusswaffen, darunter auch totalgefälschte Exemplare, aus der Türkei nach Deutschland zu schmuggeln.

Den Vorwürfen zufolge betrieben die Beschuldigten zudem umfangreiche Rauschgiftgeschäfte mit Bezügen in die Niederlande und nach Spanien. Der Vertrieb der illegalen Waren dürfte unter anderem über türkische Cafés und Shisha-Bars im Großraum Köln erfolgt sein.

Den Maßnahmen gingen monatelange Ermittlungen des Bundeskriminalamts und des Polizeipräsidiums Köln voraus. Sie wurden unter Federführung der Staatsanwaltschaft Düsseldorf und der Staatsanwaltschaft Köln geführt.

Nach den bisherigen Erkenntnissen reagieren kriminelle Gruppierungen der organisierten Waffen- und Rauschgiftkriminalität flexibel und anpassungsfähig auf polizeiliche Maßnahmen. Sie ändern demnach regelmäßig Aufenthaltsorte sowie Einfuhr- und Transportwege, um sich dem Zugriff nationaler und internationaler Behörden zu entziehen.

Laut dem Hintergrundteil der Mitteilung gelangen seit einigen Jahren vor allem täuschend echt nachgebaute, sogenannte totalgefälschte Schusswaffen zunehmend nach Europa. Damit sind Schusswaffen gemeint, die außerhalb legaler Produktionsstrukturen illegal hergestellt werden; ihr mutmaßlicher Ursprung liegt vielfach in der Türkei. Die Waffen werden auf dem Landweg in die EU beziehungsweise nach Deutschland transportiert und anschließend von kriminellen Netzwerken innerhalb Deutschlands illegal weiterverbreitet. Die Strafverfolgungsbehörden stellen solche Waffen insbesondere bei illegalem Schmuggel, bei Straftaten oder bei sonstigen polizeilichen Maßnahmen sicher.

Für Fragen zu den Ermittlungsverfahren und den Maßnahmen verweist die Mitteilung auf die Pressestellen der Staatsanwaltschaften Düsseldorf und Köln.

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