NRW HEUTEonline

Menschen. Themen. Perspektiven.

NRW

Herbstferien in NRW: Zehn Tipps für Reisende zu Auto, Bahn und Flug

Zu den Herbstferien dürften Autobahnen, Bahn und Flughäfen in Nordrhein-Westfalen voll werden. ADAC, Deutsche Bahn, die Gemeinschaftskampagne mobil.nrw und die Bundespolizei geben Reisenden Hinweise zu Verkehr, Fahrkarten, Baustellen und Gepäck.

WELT · 15.10.2026 · 05:07 Uhr

Artikelbild der Quelle zu: Schon wieder Ferien! Zehn Tipps für Reisende in NRW
Bild aus der Originalquelle

Für 2,5 Millionen Schüler in Nordrhein-Westfalen beginnt mit den Herbstferien die erste Schulpause nach den Sommerferien. Auf Autobahnen, bei der Bahn und an Flughäfen dürfte es voll werden.

Der ADAC prognostiziert, dass es am Freitagnachmittag zwischen 14.00 und 18.00 Uhr besonders voll werden dürfte, weil Berufspendler auf die ersten Urlauber treffen. Wer am Freitag starten muss, sollte möglichst morgens oder abends losfahren. Für Samstag und Sonntag erwartet der ADAC weniger Verkehr.

Auf dem Weg an die Küste müssen Urlauber aber mit Staus rechnen, besonders in Bremen und Hamburg.

Auf den Autobahnen in NRW müssen Reisende zu den Herbstferien vor allem im Großraum Köln/Bonn und im Ruhrgebiet mit Staus rechnen. Besonders betroffen ist der Bereich um Bochum und Oberhausen. Für das erste Ferienwochenende ist eine Vollsperrung der A43 bei Bochum in beiden Richtungen vorgesehen.

Wer mit dem Elektroauto startet, sollte Ladestopps einplanen und die Preise der Anbieter vergleichen, rät der ADAC. Beim Schnellladen können die Kosten je nach Tarif stark schwanken.

Stark frequentierte Ladeparks an der Autobahn sollten Reisende meiden und Ladesäulen abseits der Hauptrouten prüfen. Ein alternativer Ladestopp hilft, falls eine Säule besetzt oder defekt ist. Vor Reisen ins Ausland sollte man prüfen, ob Ladekarte oder Lade-App dort funktionieren.

Wer mit einem Verbrenner unterwegs ist, sollte vor der Abreise mittags kurz vor 12.00 Uhr volltanken. Dann sind die Spritpreise im Tagesverlauf am niedrigsten, so der ADAC.

Laut ADAC bringt es nur selten einen Vorteil, die Autobahn zu verlassen und über Landstraßen zu fahren, da Ausweichstrecken schnell verstopft sind. Erst bei mehr als zehn Kilometern Stau oder einer Vollsperrung ergebe es Sinn, die Autobahn zu verlassen.

Die Deutsche Bahn verweist auf Angebote wie das DB-Familienticket, die kostenlose Jugend BahnCard oder Sparpreise. Reisende sollten einen Sitzplatz reservieren. Die Verbindungsauskunft zeigt mögliche Änderungen an.

Fahrgästen mit einem Ticket ohne Zugbindung empfiehlt die Deutsche Bahn, die Auslastungsanzeige auf bahn.de und in der App DB Navigator zu nutzen, um weniger gefragte Züge zu finden. Mehr Umstiegszeit an den Bahnhöfen kann die Reise entspannter machen. Die gewünschte Minutenzahl lässt sich unter Optionen im DB Navigator einstellen.

Die Gemeinschaftskampagne mobil.nrw teilte mit, dass sich mit einem Ferienticket NRW flexibel mit Bus und Bahn erleben lässt. Es kostet knapp 40 Euro und ist für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene von 6 bis einschließlich 20 Jahren erhältlich. Online ist es nicht verfügbar, kann aber unter anderem an fast allen Fahrkartenautomaten gelöst werden. Da es ausgefüllt und unterschrieben werden muss, empfiehlt sich ein Kugelschreiber.

Im Ruhrgebiet gibt es bis 30. Oktober Einschränkungen auf der Hauptstrecke. Zu Ferienbeginn helfen Mitarbeiter als Ansprechpersonen an den Hauptbahnhöfen Essen, Mülheim, Oberhausen und Duisburg. Auf dem Abschnitt Troisdorf–Wiesbaden fahren Fernzüge bis 12. Dezember auf Umleitungen. Für S-Bahnen und Regionalzüge gibt es 160 Ersatzbusse. Auf der Ruhr-Sieg-Strecke saniert die Bahn dort seit Juli.

Die großen Flughäfen weisen auf verschiedene Reservierungsmöglichkeiten hin, etwa auf einen Zeitslot für die Sicherheitskontrolle. An einigen Flughäfen können außerdem Parkplätze reserviert werden. Online einzuchecken wird empfohlen.

Reisende sollten grundsätzlich immer genügend Zeit einplanen. Die Bundespolizei empfiehlt allen Fluggästen, mindestens 2,5 Stunden vor Abflug am Flughafen einzutreffen. Der Flughafen Köln/Bonn weist darauf hin, dass es am Sonntag mit 47.000 Passagieren voller werden könnte als am reisestärksten Tag der diesjährigen Sommerferien mit 43.400 Passagieren. Auch der Flughafen Düsseldorf erwartet für Sonntag die meisten Passagiere an einem Herbstferientag.

Die Bundespolizei weist unter anderem darauf hin, Gepäck zu keinem Zeitpunkt unbeaufsichtigt zu lassen. Bereits kurzzeitig herrenlose Gepäckstücke können aufwendige polizeiliche Maßnahmen sowie weiträumige Absperrungen nach sich ziehen.

Bei WELT lesen ↗