Augsburg: FC Bayern verpasst mit 2:2 die Tabellenspitze
Der FC Bayern hat beim 2:2 in Augsburg die Tabellenführung verpasst, nachdem Borussia Dortmund am Freitag gegen Werder Bremen gepatzt hatte. Trainer Vincent Kompany sagte bei Sky, er habe das Dortmunder Spiel gar nicht verfolgt. Kapitän Manuel Neuer sieht noch keinen Grund zur Panik.

Der FC Bayern München hat mit einem 2:2 beim FC Augsburg die Chance auf die Tabellenspitze der Bundesliga verpasst. Zuvor hatte Borussia Dortmund am Freitag gegen Werder Bremen Punkte liegen lassen. Für den Rekordmeister war es bereits das zweite Spiel in dieser Saison ohne Sieg.
Trainer Vincent Kompany zeigte sich im Interview mit Sky vom Fernduell mit den Dortmundern unbeeindruckt. Der Belgier gab an, er wisse nicht einmal, wie der BVB gespielt habe. Er sei ins Stadion gekommen, ohne das Ergebnis zu kennen, und für ihn spiele es keine Rolle. Irgendwann treffe man direkt aufeinander, dann sei das Thema relevant. Entscheidend sei am Ende der Saison, wie viele Punkte zwischen Dortmund und Bayern lägen.
Kompany verwies auf seine Zeit bei Manchester City. Dort habe er den engen Titelkampf mit dem FC Liverpool erlebt, bei dem es irgendwann um 100, 98 oder 99 Punkte gegangen sei. Irgendwann habe man nicht mehr auf den Gegner geschaut, sondern nur noch auf sich selbst und die eigenen Tore.
Seiner Mannschaft gibt der Trainer damit volle Konzentration auf die eigene Leistung vor. Es gebe den Moment, in dem man alle Spiele gewinnen müsse, sagte Kompany. Er befinde sich in einem „totalen Tunnel“ und interessiere sich nicht dafür, was die anderen Teams machen, sondern nur für die eigenen Ergebnisse und Spiele. Das Spiel in Augsburg habe erneut gezeigt, wie extrem das sei. Das sei seine Einstellung, da er auf die Partien der anderen ohnehin keinen Einfluss habe.
Auch Kapitän Manuel Neuer sieht nach dem Remis keinen Anlass zur Sorge. Die Bayern seien weiter dran, und es sei nichts verloren, sagte der Torhüter. Man habe noch zwei Spiele gegen Dortmund, und die Saison sei noch relativ früh. Geärgert habe die Mannschaft vor allem, dass sie die Partie nicht gewonnen habe.
Neuer selbst war an der Entstehung des Unentschiedens maßgeblich beteiligt: Nach seinem Fehler fiel das 0:1. Laut sport.de ermöglichte er damit Robin Fellhauer das schnellste Tor der Bundesliga-Geschichte.