Bodö/Glimt besiegt Dortmund 1:0 – Pressestimmen zur BVB-Niederlage
Bodö/Glimt gewinnt die Champions-League-Partie gegen Borussia Dortmund mit 1:0, den Treffer erzielt Sjövold. Die Pressestimmen aus Deutschland, Norwegen und weiteren Ländern schwanken zwischen Lob für mutige Norweger und Kritik an einer blassen BVB-Elf.

Borussia Dortmund hat sein Champions-League-Spiel bei Bodö/Glimt mit 0:1 verloren. Der BVB war als klarer Favorit angetreten, doch der Auftritt war unter dem Strich eine herbe Enttäuschung. Die Gastgeber spielten munter und torhungrig auf, den einzigen Treffer erzielte Sjövold.
Einen Tag zuvor hatte Viking Stavanger ein 3:3 gegen den FC Bayern München erkämpft. Der Sieg von Bodö/Glimt ist deshalb der nächste Norweger-Coup in der Königsklasse. Entsprechend euphorisch fielen die Reaktionen in der norwegischen Presse aus.
Der kicker titelte, nur Sjövold treffe, und Dortmund verschlafe mehr als eine Halbzeit. SportBild fragte, was dem BVB plötzlich fehle: Drei Tage nach dem enttäuschenden 2:2 in der Bundesliga gegen Werder, dem vier Siege am Stück vorausgegangen waren, folge nun die Blamage in der Champions League. Es sei die vierte Auswärtspleite in Folge in der Königsklasse, 80 Kilometer nördlich des Polarkreises.
RTL schrieb sinngemäß, der BVB verliere auf norwegischem Kunstrasen „wie der FC Bayern, nur schlimmer“. Die Dortmunder seien zunächst sehr harmlos gewesen und hätten dann das entscheidende 0:1 kassiert. Immerhin hätten sie sich nach einem Wechsel von vier Spielern noch einmal aufgebäumt.
Verdens Gang nannte den Heimsieg völlig verdient und ordnete Dortmund als zweitgrößten Klub Deutschlands in die Riege europäischer Großmächte ein, deren Skalp die Mannschaft von Kjetil Knutsen geholt habe. Dagbladet schrieb, Knutsen und Bodö/Glimt schickten Schockwellen durch Deutschland. Der BVB verlasse das Aspmyra kleinlaut, das Ergebnis sei für eine Fußballgröße wie Dortmund inakzeptabel. Innerhalb von 24 Stunden hätten Bodö/Glimt und Viking vier Punkte gegen die Giganten Dortmund und Bayern geholt.
Aftenposten erwähnte ein Transparent aus einer Dortmunder Fankurve vor Spielbeginn, das sich auf den Polarkreis und die Aurora bezog. Das Blatt schrieb sinngemäß, die Nordlichter hätten sich an diesem Abend nicht gezeigt. Die deutschen Gäste hätten an Naturmagie nur das zeitweise überwältigende Angriffsspiel von Bodö/Glimt erlebt.
The Guardian aus England schrieb, Sjövolds Treffer sichere Bodö/Glimt den Sieg und baue die bemerkenswerte Heimbilanz des norwegischen Teams gegen Europas Elite aus. L’Équipe aus Frankreich sah einen weiteren europäischen Giganten in Bodö/Glimt gescheitert. Wie zuvor Manchester City, Atlético Madrid und Inter Mailand im vergangenen Jahr scheiterte der BVB auf dem norwegischen Kunstrasen mit 0:1.
Corriere dello Sport aus Italien bezeichnete Dortmund als eines der zahlreichen namhaften Opfer von Bodö/Glimt, das sich dank eines Treffers von Sjovold durchsetzte. Blick aus der Schweiz schrieb, der nächste norwegische Klub schocke ein deutsches Topteam. Einen Tag nach dem sensationellen Remis von Viking gegen die Bayern siege Bodö/Glimt gegen den BVB, der im hohen Norden die Torgefahr vermissen lasse.
Die Pressestimmen schwanken zwischen Lob für mutige Norweger und Kritik an einer blassen BVB-Elf.