Köln und NRW: Ab Sonntag neue Gewitter, nachts Bodenfrost möglich
Nach den Unwettern der vergangenen Tage erwartet der Deutsche Wetterdienst ab Sonntag (11. Oktober) erneut Schauer und Gewitter in Köln und Nordrhein-Westfalen. Einige Wettermodelle sehen bis Dienstag stellenweise mehr als 30 Liter Regen pro Quadratmeter. Zugleich kühlt es nachts deutlich ab, am Boden sind laut einem Modell bis zu -2 Grad möglich.

Köln und Nordrhein-Westfalen müssen sich nach Starkregen und kräftigen Schauern auf eine weitere Gewitterfront einstellen. Wie t-online berichtet, erreicht sie die Region in den kommenden Tagen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet bereits für Sonntag, den 11. Oktober, mit neuen Schauern und Gewittern. In deren Umfeld können auch stürmische Böen auftreten.
Tagsüber steigen die Temperaturen auf 12 bis 15 Grad, in der Nacht fallen sie in den einstelligen Bereich. Einige Meteorologen erwarten Werte um den Gefrierpunkt mit Tiefstwerten von bis zu einem Grad. Auch zum Beginn der neuen Woche sind weitere Regenschauer möglich. Laut dem DWD bleibt die Wetterlage mindestens bis Mitte der kommenden Woche wechselhaft.
Für Sonntag erwartet der DWD in Nordrhein-Westfalen im Tagesverlauf vor allem im Norden Schauer und einzelne Gewitter. Aber auch in den südlicheren Landesteilen sind Regenschauer möglich, die von Westen über das Land ziehen.
Bei den Regenmengen unterscheiden sich die Wettermodelle. Einige rechnen bis Dienstag in Köln, der Region und Nordrhein-Westfalen stellenweise mit mehr als 30 Litern pro Quadratmeter. Das US-Modell GFS sieht bis Dienstag 30 bis 40 Liter pro Quadratmeter vor allem im Kölner Umland. Für Köln selbst gibt es laut den Prognosen etwa 15 bis 20 Liter pro Quadratmeter. Das Modell des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersagen (ECMWF) erwartet im Kölner Umland bis Dienstag rund 20 Liter, das deutsche Modell ICON 20 bis 30 Liter pro Quadratmeter.
Den größeren Teil der Gewitterfront sollen die Modelle an der niederländischen Nordseeküste verorten. Dort sind je nach Modell 80 bis 90 Liter Regen pro Quadratmeter wahrscheinlich. In Nordrhein-Westfalen kann es dagegen punktuell zu stärkeren Gewittern und kräftigen Schauern kommen.
Die Modelle gelten als noch etwas unsicher, auch wenn sie großflächig Regen in Nordrhein-Westfalen erwarten. Sie liefern keine genauen Berechnungen, sondern nur einen groben Ausblick auf die Wetterlage der kommenden Tage und Wochen.
Spätestens in der Nacht zu Montag sinken die Temperaturen deutlich. Das Schweizer Modell Swiss-HD erwartet in der Eifel Tiefstwerte von bis zu einem Grad. In Köln könnten die Werte bis auf fünf Grad zurückgehen. Die Bodentemperatur liegt oft deutlich unter der Lufttemperatur und könnte auf bis zu -2 Grad fallen. Damit wäre Bodenfrost in Nordrhein-Westfalen möglich.
Erst in den vergangenen Tagen hatten stärkere Regenschauer und Gewitter Köln und Nordrhein-Westfalen getroffen, teils mit mehrstündigem Starkregen. Eine Wetterstation in Nordrhein-Westfalen zeichnete innerhalb weniger Stunden mehr als 40 Liter Regen pro Quadratmeter auf.