NRW HEUTEonline

Menschen. Themen. Perspektiven.

Panorama

Tierheim Haßberge: Leiterin vermutet, dass drei Hunde ausgesetzt wurden

Seit dem 27. September 2026 betreut das Tierheim Haßberge drei Hunde, die die Polizei gefunden hatte. Sie waren verfilzt und unterernährt. Vom Halter fehlt jede Spur. Tierheimleiterin Britta Merkel vermutet, dass die Tiere an der nahen Autobahn ausgesetzt wurden.

inFranken.de · 10.10.2026 · 13:45 Uhr

Artikelbild der Quelle zu: "Langsam bricht das Eis": Tierheim Haßberge mit schlimmer Vermutung nach Hunde-Fund
Bild aus der Originalquelle

Das Tierheim Haßberge kümmert sich seit dem 27. September 2026 um drei Hunde, die die Polizei gefunden und dorthin gebracht hatte. Die Tiere kamen verfilzt und unterernährt an, ihr Pflegezustand war nach Angaben des Tierheims extrem schlecht. Informationen zu den Fundtieren waren zuvor in eine Ortsgruppe gestellt worden, um den Besitzer zu finden, doch das blieb ohne Erfolg. Bis heute gibt es keine Spur vom Halter.

Das Tierheim bittet darum, seinen Beitrag zu den Hunden deutschlandweit zu teilen. Es geht davon aus, dass die Tiere nicht aus der Region stammen.

Gegenüber inFranken.de äußerte Tierheimleiterin Britta Merkel eine traurige Vermutung. Die Hunde waren in der Ortsgruppe unbekannt. Nur einer von ihnen trägt einen Chip, der aus Rumänien stammt und zudem nicht registriert ist. Merkel ist sich deshalb fast sicher: Da die Autobahn ganz in der Nähe liege, seien die Tiere wohl ausgesetzt worden.

Es handelt sich um ein Weibchen und zwei Rüden. Der Tierarzt schätzte bei einer Altersprüfung, dass alle drei zwischen eineinhalb und zwei Jahre alt sind. Merkel hält es deshalb für möglich, dass die Hunde Geschwister sind.

Inzwischen haben die Tiere die Namen Karla, Kalle und Karl erhalten. Das teilte das Tierheim am Mittwoch, 7. Oktober 2026, in einem Update mit. Demnach wurden ihre massiven Filzplatten mittlerweile entfernt, damit sie sich freier bewegen können. Wegen ihrer Vorgeschichte seien die Hunde Menschen gegenüber noch skeptisch, so das Tierheim. Langsam tauten sie aber auf und lernten, dass nicht alle Menschen ihnen Böses wollen.

Zur Vermittlung stehen die drei Hunde laut Merkel noch nicht. Sie müssten zunächst auftauen, außerdem müsse das Tierheim sie besser kennenlernen. Zudem stehen zwei Arzttermine an: Die Tiere sollen geimpft werden, und Karla muss zum Ultraschall. Da sie immer mit den beiden Rüden unterwegs war, könnte sie trächtig sein, erklärte Merkel.

Bereits im Juli 2026 waren beim Tierheim in Knetzgau mehrere Hundewelpen samt Mutter unter lieblosen Umständen in einer Plastiktüte abgegeben worden. Eines der Tiere war damals schon tot.

Bei inFranken.de lesen ↗