Insa-Umfrage: CDU in NRW verliert, AfD legt zu
Einer Insa-Umfrage zufolge verliert die CDU in Nordrhein-Westfalen gut ein halbes Jahr vor der Landtagswahl deutlich an Zustimmung, während die AfD zulegt. Schwarz-Grün hätte demnach keine ausreichende Mehrheit mehr.

Im nächsten Frühjahr wird in Nordrhein-Westfalen gewählt, bislang regiert dort Schwarz-Grün. Einer Insa-Umfrage zufolge verliert die CDU gut ein halbes Jahr vor der Landtagswahl deutlich an Zustimmung.
Laut der Umfrage käme die CDU bei einer Wahl am kommenden Sonntag auf 26 Prozent. Das wären 8 Prozentpunkte weniger als in einer früheren Insa-Erhebung, die vor einem halben Jahr im Auftrag der „Bild“ durchgeführt wurde. Die SPD bliebe mit 18 Prozent unverändert, die Grünen würden einen Punkt gewinnen und kämen auf 16 Prozent.
Die AfD käme auf 21 Prozent und läge damit vier Punkte über dem Wert der vorherigen Umfrage. Die Linke würde 10 Prozent erreichen, ein Prozentpunkt mehr als vor einem halben Jahr. Die FDP läge unverändert bei 4 Prozent und würde damit ebenso an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern wie das BSW mit 3 Prozent.
Nach dieser Umfrage hätte die schwarz-grüne Landesregierung keine ausreichende Mehrheit mehr, die Parteien wären auf einen weiteren Koalitionspartner angewiesen.
Für die repräsentative Online-Umfrage befragte Insa nach eigenen Angaben vom 6. bis 13. Oktober 1.000 Menschen. Die statistische Fehlertoleranz gibt Insa mit plus/minus 3,1 Prozentpunkten an. Wahlumfragen bilden die politische Stimmung zum Zeitpunkt der Befragung ab und sind keine Prognose für den Wahlausgang.
In einer Forsa-Umfrage Ende September im Auftrag des „Kölner Stadt-Anzeigers“ gaben noch 29 Prozent der Menschen an, derzeit die CDU zu wählen. Die AfD käme dort auf 22 Prozent, rund viermal so viel wie bei der Landtagswahl 2022. Die Grünen lagen bei 18 Prozent, die SPD bei 14 Prozent, die Linke bei 8 Prozent und die FDP bei 3 Prozent.