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Stinkende Flüssigkeit am NS-Dokumentationszentrum Köln: Staatsschutz ermittelt

Unbekannte haben am Kölner NS-Dokumentationszentrum eine stinkende Flüssigkeit verteilt. Der Staatsschutz ermittelt wegen Sachbeschädigung, Zeugen werden gesucht. Das Zentrum bleibt wegen umfangreicher Reinigungsarbeiten bis einschließlich Montag geschlossen.

Mindener Tageblatt · 16.10.2026 · 19:22 Uhr

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Unbekannte haben am Kölner NS-Dokumentationszentrum eine stinkende Flüssigkeit verteilt. Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD) bezeichnete die Tat als Angriff auf die Erinnerungskultur und das demokratische Selbstverständnis der Stadt. Er verurteile sie aufs Schärfste und hoffe auf einen raschen Ermittlungserfolg der Polizei.

Die Kölner Landtagsabgeordnete Berîvan Aymaz (Grüne) nannte den Angriff abscheulich und feige. Angesichts erstarkender Tendenzen wie Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus müssten solche Orte geschützt und gestärkt werden. Sie seien unverzichtbar für eine lebendige Erinnerungskultur und die demokratische Gesellschaft.

In der Nacht zum Freitag wurde der Eingangsbereich des NS-Dokumentationszentrums am Appellhofplatz in der Kölner Innenstadt verunreinigt. Mitarbeiter informierten am Freitagmorgen die Polizei. Daraufhin nahm die Kriminalinspektion Staatsschutz Ermittlungen wegen Sachbeschädigung auf. Zeugen werden nun gesucht.

Die Stadt Köln teilte mit, dass das NS-Dokumentationszentrum wegen umfangreicher Reinigungsarbeiten bis einschließlich Montag geschlossen bleibt.

Das Zentrum ist ein zeithistorisches Museum im Gebäude der ehemaligen Kölner Gestapozentrale. Dort werden Besuchern Hintergründe zur Geschichte des Hauses und zu seiner Nutzung durch die Gestapo erklärt, insbesondere zum Gefängnis im Keller. Außerdem geht es um die Nachnutzung nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs.

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