Eurowings prüft Kurzarbeit und streicht erste Flüge
Wegen stark gestiegener Kerosinpreise prüft Eurowings, ob Mitarbeiter im Flugbetrieb vorübergehend in Kurzarbeit geschickt werden. Die Airline bestätigt Gespräche mit der Bundesagentur für Arbeit und streicht erste Flüge im Winter. Laut einer Mitteilung der Deutschen Presse-Agentur sollen fünf Prozent des geplanten Flugprogramms wegfallen.

Die Lufthansa-Tochter Eurowings prüft wegen stark gestiegener Kerosinpreise, ob Mitarbeiter im Flugbetrieb vorübergehend in Kurzarbeit geschickt werden. Die Fluggesellschaft bestätigt, dass sie derzeit mit der Bundesagentur für Arbeit darüber spricht. Zugleich streicht sie erste Flüge im Winter.
Das Unternehmen hatte seine Mitarbeiter in dieser Woche schriftlich über die Umstrukturierungen informiert. Düsseldorf ist der größte Standort der Airline.
Laut einer Mitteilung der Deutschen Presse-Agentur will das Unternehmen fünf Prozent seines geplanten Flugprogramms streichen. Betroffen sind demnach die erst kürzlich eingeführten Direktverbindungen von Köln und Stuttgart nach Dubai, die wegen der langen Flugstrecken besonders von den gestiegenen Treibstoffkosten betroffen seien.
Weitere Kürzungen sollen voraussichtlich einzelne Flugfrequenzen betreffen, nicht aber komplette Strecken.
Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit hatte den Lufthansa-Konzern bereits zuvor kritisiert. Aus ihrer Sicht war die Übernahme einer Minderheitsbeteiligung an der portugiesischen Fluggesellschaft TAP zu teuer.
Nach Informationen des Handelsblatts will auch die Gewerkschaft Verdi bei der Ausgestaltung einer möglichen Kurzarbeit mitreden.
Neben der geprüften Kurzarbeit stehen bei der Airline weitere Sparmaßnahmen an. Eurowings verzichtet auf die geplante Weihnachtsfeier, und auch in der Verwaltung soll gespart werden.
Zum möglichen Umfang der Kurzarbeit hat sich das Unternehmen bislang nicht geäußert.