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„Karls Erlebnis-Dorf“ in Oberhausen eröffnet: erster Standort in NRW

Karls Erlebnis-Dorf hat in Oberhausen direkt am Centro eröffnet. Es ist der achte Standort des Unternehmens in Deutschland, der erste in Nordrhein-Westfalen und der erste mitten in einer Großstadt. Der Eintritt ist frei; bezahlt wird für Essen, Getränke und einzelne Fahrgeschäfte.

DerWesten · 17.10.2026 · 04:11 Uhr

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Der Freizeitpark „Karls Erlebnis-Dorf“ hat in Oberhausen direkt am Centro eröffnet. Das Angebot mit Erdbeer-Motto verbindet Fahrgeschäfte mit Bauernhof-Flair und kuriosen Attraktionen.

Karls betreibt inzwischen acht Erlebnis-Dörfer in Deutschland. Oberhausen ist der achte Standort und zugleich der erste in Nordrhein-Westfalen sowie der erste mitten in einer Großstadt. Bislang lagen alle Karls-Dörfer im Norden und Osten der Republik, etwa in Rövershagen bei Rostock und in Elstal bei Berlin. Mit Oberhausen wagt sich die Kette erstmals mitten in eine Großstadt und ins Ruhrgebiet.

Karls expandiert auch international. Für einen neuen Standort im kalifornischen Oxnard in den USA laufen bereits Abrissarbeiten.

Nach eigenen Angaben besitzt Karls die größte Kaffeekannensammlung der Welt. Die Regale im Manufakturen-Markt in Oberhausen sind mit tausenden alten Kaffeekannen aus dieser Sammlung dekoriert, teils gespendet von Besuchern.

Die Erlebnis-Dörfer verbinden Freizeitpark, Hofladen und Handwerksbetrieb unter einem Dach. Besucher können Achterbahn fahren und durch die Manufakturen schlendern; anschließend lässt sich frische Erdbeermarmelade kaufen. Im Norden Deutschlands sei Karls nach Darstellung des Berichts nahezu allen bekannt.

Der genaue Eröffnungstermin sorgte lange für Verwirrung, denn ursprünglich hieß es, das Erlebnis-Dorf könne deutlich früher starten. Wie das Freizeitpark-Magazin „Parkerlebnis“ berichtet, plante Karls das Gelände bereits vor einigen Jahren als Nachfolger des 2011 geschlossenen CentrO.Park. Centro-Chef Marcus Remark äußerte sich damals nur wenig konkret und sagte, man befinde sich auf einem guten Weg.

Nach offiziellen Angaben von Karls fiel der Startschuss am 22. Juli 2026. Allein in den ersten Bauabschnitt investierte das Unternehmen rund 45 Millionen Euro, verteilt auf eine Fläche von etwa 46.000 Quadratmetern. Einen Monat nach der Eröffnung zieht der Park bereits regelmäßig Besucher aus dem gesamten Bundesland an.

Auf dem Gelände finden Besucher über zwanzig Attraktionen, darunter die Erdbeer-Raupenbahn, der Stabmixer-Freifallturm und das Erdbeer-Döner-Karussell. Besonders auffällig ist das Curryversum, das eigens für den Ruhrgebiets-Standort entwickelt wurde: Dort fahren Gäste auf einer schienengeführten Currywurst durch das Gelände.

Wie „wa.de“ berichtet, hat Karls in Oberhausen ein sogenanntes Pipi-Kaka-Land mit einer acht Meter hohen Toilette gebaut. Kinder können den hölzernen Thron besteigen und durch das Abflussrohr hinabrutschen. Unter der riesigen Schüssel gibt es laut dem Bericht Schokoladeneis, serviert in kleinen Mini-Toiletten.

Der Zutritt zum gesamten Gelände ist kostenlos. Bezahlt wird nur für Essen und Getränke sowie für einzelne Fahrgeschäfte. Dieses Prinzip verfolgt Karls an allen seinen Standorten in Deutschland.

Zahlreiche Attraktionen sind für Kinder komplett kostenlos, darunter die Erdbeer-Trampoline und das Spiel Kugeltrubel. Auch das große Indoor-Tobeland ist kostenlos und bietet Familien bei schlechtem Wetter eine trockene Alternative.

Das Erlebnis-Dorf liegt direkt neben dem Westfield Centro, einem der bekanntesten Shopping-Ziele Europas. Besucher können so einen Einkaufsbummel mit einem Parkbesuch verbinden. Parkplätze stehen in den Parkhäusern des Centro bereit.

Oberbürgermeister Thorsten Berg begrüßte den neuen Nachbarn bei der Eröffnung am 22. Juli. Er bezeichnete das Vorhaben als klug und sympathisch und sagte, es passe zur Stadt.

Dem Bericht zufolge hat Karls mit dem Curryversum zudem ein Stück regionale Identität ins Programm geholt. Für eine Stadt im Strukturwandel sei das ein sichtbares Zeichen gewesen.

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