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NRW: Heizen im Herbst – fünf Fakten zum Energiesparen

Mit dem Herbst stellt sich in vielen Haushalten in NRW die Frage, wann die Heizung angeschaltet wird. Später zu heizen spart grundsätzlich Geld, das Potenzial ist zu Beginn der Heizperiode aber gering. Mehr bringt laut Umweltbundesamt eine gezielt gesenkte Raumtemperatur. Auch das Lüften sollte nicht zu kurz kommen.

tagesschau · 10.10.2026 · 20:07 Uhr

Illustration zum Thema: NRW: Heizen im Herbst – fünf Fakten zum Energiesparen
KI-Illustration

In vielen Haushalten in NRW wird es herbstlich, und wie jedes Jahr fragen sich viele Menschen, ob sie die Heizung schon anstellen oder noch ein paar Tage warten. Weil die Energiepreise weiterhin hoch sind, hoffen viele, durch späteres Heizen Geld zu sparen. Fünf Fakten helfen bei der Einordnung.

Grundsätzlich lässt sich durch späteres Anschalten sparen: Je seltener die Heizung läuft, desto weniger Öl, Gas oder Strom verbraucht sie und desto geringer fallen die Kosten aus. Das ist auch deshalb relevant, weil die Heizkosten in diesem Jahr nach Einschätzung der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online wieder steigen werden.

Im Heizspiegel, den co2online gemeinsam mit dem Deutschen Mieterbund und dem Bauherren-Schutzbund veröffentlicht hat, war das Heizen mit Erdgas und Holzpellets im Abrechnungsjahr 2025 deutlich teurer als 2024. Für das laufende Jahr erwartet co2online vor allem bei Heizöl und Holzpellets starke Preisanstiege.

Zu Beginn der Heizperiode ist das Sparpotenzial allerdings eher klein. Offiziell dauert sie vom 1. Oktober bis zum 30. April. Deutlich mehr Geld spart, wer die Temperatur gezielt regelt und im Winter nicht auf „T-Shirt-Klima“ in der Wohnung setzt.

Nach Angaben des Umweltbundesamts werden für jedes Grad weniger Raumtemperatur etwa 6 Prozent Energie eingespart. Wer im Jahr zum Beispiel 1.000 Euro fürs Heizen zahlt, könnte demnach durch konsequentes Absenken um ein Grad rund 60 Euro sparen.

Wann geheizt werden muss, hängt außerdem vom Gebäude ab: Je besser ein Haus gedämmt ist, desto später muss die Heizung angehen. Bei unsanierten Altbauten rät co2online, schon ab einer Außentemperatur von 15 bis 17 Grad Celsius zu heizen. Bei einem Passivhaus liegt die Empfehlung bei 9 bis 11 Grad.

Das Umweltbundesamt nennt außerdem Richtwerte für einzelne Räume. Das Badezimmer kann auf 23 Grad geheizt werden, Wohn- und Kinderzimmer sollten auf 20 Grad kommen. Für die Küche empfiehlt die Behörde 18 Grad, für das Schlafzimmer 17 Grad. Wer mehrere Tage nicht zu Hause ist, sollte die Temperatur in der gesamten Wohnung auf 15 Grad senken, um Energie zu sparen.

Eine bestimmte Temperatur lässt sich nicht nur mit modernen digitalen Thermostaten einstellen. Auch klassische Drehregler erreichen eine exakte Gradzahl, denn die Ziffern 1 bis 5 am Heizungsregler stehen jeweils für eine bestimmte Temperatur.

Trotz aller Sparbemühungen sollte das Lüften nicht entfallen. Wer die Wohnung stark auskühlen lässt und nicht frische Luft hereinlässt, riskiert Schimmel. In jedem Haushalt entsteht täglich Feuchtigkeit, etwa durch Duschen und Kochen, aber auch durch schlafende Menschen oder spielende Kinder.

Empfohlen wird deshalb, drei- bis viermal täglich stoßzulüften. Dabei werden die Fenster mindestens fünf Minuten lang weit geöffnet, die Kippstellung genügt nicht, damit die Feuchtigkeit nach draußen gelangt.

Als Grundlage des Beitrags werden co2online, das Umweltbundesamt und der Verbraucherzentrale Bundesverband genannt.

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