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BVB bangt nach 0:0 bei Union Berlin um Karetsas

Nach dem 0:0 bei Union Berlin bangt Borussia Dortmund um Konstantinos Karetsas, der sich am Knöchel verletzte und ausgewechselt werden musste. Verteidiger Waldemar Anton hofft, dass nichts Schlimmeres vorliegt. Sky-Experte Didi Hamann nannte je nach Befund eine Ausfallzeit von drei bis vier Wochen oder einen Ausfall bis Weihnachten.

WELT · 17.10.2026 · 18:50 Uhr

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Borussia Dortmund bangt nach dem schwachen 0:0 bei Union Berlin um Konstantinos Karetsas. Die Reaktionen von Mitspielern lassen nach Einschätzung des Berichts Schlimmes befürchten. Ein Ausfall wäre laut dem Bericht auch deshalb bitter, weil der BVB ohnehin die erste kleine Krise der Saison zu bewältigen hat.

Kapitän Nico Schlotterbeck zeigte sofort an, dass etwas Schlimmeres passiert war, und informierte die Bank per Handzeichen, dass Karetsas ausgewechselt werden muss. Der 18-jährige Grieche hatte versucht, den Ball gegen Union-Kapitän Rani Khedira abzuschirmen, war dabei unglücklich im Rasen hängen geblieben und knickte mit dem rechten Fuß weg. An der Torauslinie hielt er sich vor Schmerzen den Knöchel.

Verteidiger Waldemar Anton sagte nach dem enttäuschenden 0:0, es sehe sehr bitter aus. Er habe die Szene nicht genau gesehen und hoffe, dass es nichts Schlimmeres sei; aktuell brauche das Team viele Offensivspieler. Ein längerer Ausfall sei hoffentlich erspart. Ein solcher Ausfall würde der Mannschaft sehr wehtun, sagte Torwart Gregor Kobel; gut aussehe es nicht.

Karetsas war erst in der 62. Minute eingewechselt worden und musste acht Minuten später wieder runter. Gestützt von den Ärzten des BVB humpelte er in Richtung Bank.

Sportdirektor Ole Book berichtete, Karetsas fühle sich im Moment nicht gut. Trainer Niko Kovac sagte, man müsse schauen, inwieweit es etwas Ernsteres sei; er habe im Moment Mitgefühl für den jungen Spieler, der seit seiner Ankunft in Dortmund nicht unbedingt vom Glück begünstigt sei. Sportgeschäftsführer Lars Ricken wollte über die Sprunggelenksverletzung hinaus keine konkretere Diagnose nennen und verwies auf weitere Untersuchungen.

Sky-Experte Didi Hamann äußerte sich aus dem TV-Studio. Er hoffe, dass ein Band gedehnt oder vielleicht gerissen ist, was nicht operiert werden müsse; dann könnte Karetsas in drei bis vier Wochen wieder dabei sein. Wären dagegen zwei Bänder gerissen, würde er wahrscheinlich bis Weihnachten ausfallen. Khedira, der an der Szene beteiligt war, wünschte gute Besserung und hoffte auf einen glimpflichen Ausgang ohne langen Ausfall.

Für den BVB wäre es der nächste verletzungsbedingte Rückschlag. Der zweite griechische Neuzugang Giannis Konstantelias wird mit einem Kreuzbandriss lange ausfallen. Karetsas kämpfte in dieser Saison bereits mit körperlichen Problemen; beim Champions-League-Auftakt war er mit Kreislaufproblemen zusammengeklappt. Kovac hatte vor dem Spiel gesagt, das sei noch im Hinterkopf, und der Spieler sei noch nicht dort, wo er zuvor war. Jetzt könnte auch er lange ausfallen.

Sportlich steckt der BVB laut dem Bericht in der ersten kleinen Krise der Saison. Das 0:0 war das dritte sieglose Spiel in Folge; eine solche Serie habe es zuletzt im Februar gegeben. Hamann meinte, Dortmund habe sich nach vorne unheimlich schwergetan, und zeigte sich skeptisch, wie sich das bis Weihnachten bessern soll.

Kobel sagte, man habe es heute wieder zu wenig geschafft, den Gegner vor mehr Probleme zu stellen, die Tiefe zu attackieren und immer wieder gefährlich zu werden; das sei extrem bitter und tue weh. Kovac erklärte, nach vorne habe es zu wenig klare Chancen gegeben, um dem Gegner drei Punkte abzuringen; deshalb müsse man mit diesem einen Punkt leben.

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