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Hohes Venn: Mähmaschine laut RTBF erneut im Fokus der Brandermittlungen

Im Fall des Brandes im Hohen Venn rückt eine Mähmaschine laut dem belgischen Sender RTBF wieder stärker in den Blick der Lütticher Staatsanwaltschaft. Sie soll schon am Vortag überhitzt sein und Rauch entwickelt haben, danach aber weder gewartet noch repariert worden sein. Eine endgültige Aussage zur Ursache ist laut Staatsanwaltschaft noch nicht möglich.

tagesschau · 09.10.2026 · 16:55 Uhr

Artikelbild der Quelle zu: Wurde ein Mähmaschinen-Problem ignoriert?
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Die Staatsanwaltschaft Lüttich ermittelt im Zusammenhang mit dem Brand im Hohen Venn laut dem wallonischen Rundfunk RTBF weiter in Richtung einer Mähmaschine als möglicher Ursache. Dem Sender zufolge soll es bereits am Tag vor dem Feuer zu einer Überhitzung und Rauchentwicklung an der Landmaschine gekommen sein. Eine Wartung oder Reparatur soll anschließend nicht erfolgt sein. Die Maschine sei am nächsten Tag einfach wieder eingesetzt worden, berichtet RTBF.

Der Verdacht, dass eine Landmaschine das Feuer ausgelöst haben könnte, war nach Angaben der Lütticher Staatsanwaltschaft bereits im August aufgekommen. Die Behörde hat eine Untersuchung zur Brandursache eingeleitet. Derzeit prüfen die Ermittler allerdings mehrere Hypothesen, weshalb eine endgültige Aussage noch nicht möglich sei. Bis die abschließenden Gutachten vorliegen, kann es nach Angaben der Staatsanwaltschaft noch mehrere Monate dauern.

Die Mäharbeiten sollen laut Aachener Zeitung von einer Privatfirma ausgeführt worden sein. Diese wollte sich dem Bericht zufolge angeblich nicht zu dem Vorfall äußern. Sie beteuere lediglich, dass am Vortag kein Feuer wahrgenommen worden sei.

Die Information über die Probleme am Vortag stammt laut RTBF aus einer Quelle im Umfeld der Forstfirma, die die Arbeiten durchgeführt hatte. Demnach überhitzte sich ein Teil des Mähbalkens. Mitarbeiter der Natur- und Forstverwaltung (Département de la Nature et des Forêts) sollen den Vorfall wohl unter Kontrolle gebracht und die Maschine mit Wasser gekühlt haben. Trotzdem sei sie weder gewartet noch repariert worden, so die Quelle aus dem Umfeld der Forstfirma.

Francis Cloth, Leiter der Feuerwehr der Deutschsprachigen Gemeinschaft, hatte bereits im August betont, es sei bislang nicht bekannt, ob eine land- oder forstwirtschaftliche Maschine das Feuer tatsächlich ausgelöst habe. Das müsse die Polizei weiter ermitteln. Arbeiten mit solchen Maschinen fänden im Hohen Venn regelmäßig statt und seien notwendig, etwa um Bäume zu fällen oder gegen den Borkenkäfer vorzugehen, sagte Cloth im Spätsommer. Die Arbeiter seien für die Brandgefahr sensibilisiert und führten bei Arbeiten während großer Trockenheit Löschmittel mit.

Grundsätzlich können sowohl Land- als auch Forstmaschinen bei der Arbeit Funken erzeugen. Marco Müller, Inhaber eines Landmaschinen-Meisterbetriebs in Monschau, bestätigte im August, dass dadurch bei großer Trockenheit Brände entstehen können. In einem solchen Fall beginne es normalerweise sehr schnell zu brennen, erklärte er: Das bleibe nicht unbemerkt und breite sich rasant aus. Ob tatsächlich eine Maschine den Brand im Hohen Venn verursacht habe, könne er nicht beurteilen.

Die Staatsanwaltschaft in Lüttich war am Freitagnachmittag für Rückfragen nicht mehr erreichbar.

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