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Münster: EU bewilligt über 3,5 Millionen Euro für Geoinformatik-Master

Der Masterstudiengang „Geospatial Technologies“, der am Institut für Geoinformatik der Universität Münster koordiniert wird, erhält erneut Geld der EU. Die Europäische Kommission hat mehr als 3,5 Millionen Euro für fünfeinhalb Jahre bewilligt. Programmkoordinator Fillipe Feitosa sieht durch Künstliche Intelligenz neue Anforderungen an Lehrplan und Prüfungsmethoden.

Universität Münster · 07.10.2026 · 16:00 Uhr

Ende Oktober beginnt im Programm „Geospatial Technologies“ die Auswahl der Stipendiaten für den Studienstart im kommenden Wintersemester 2027/28.© stock.adobe.com - vegefox (Symbolbild)
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Die Europäische Kommission hat dem transnationalen Masterstudiengang „Geospatial Technologies“ mehr als 3,5 Millionen Euro für fünfeinhalb Jahre bewilligt. Koordiniert wird der Studiengang am Institut für Geoinformatik (ifgi) der Universität Münster. Er wird dort gemeinsam mit der Universidade Nova de Lisboa in Portugal und der Universitat Jaume I in Castellón in Spanien angeboten.

Nach Angaben der Universität Münster wird der Studiengang damit in fünf aufeinanderfolgenden Ausschreibungsrunden seit 2007 gefördert. Er zählt demnach europaweit zu den am längsten geförderten Studiengängen im Programm „Erasmus Mundus Joint Masters“.

Fillipe Feitosa, Koordinator des Programms am ifgi, verbindet mit der neuen Förderperiode nach eigenen Worten neue Herausforderungen. Die Menge der verfügbaren Geo- und Erdbeobachtungsdaten wachse rasant, doch ihr gesellschaftlicher Nutzen hänge davon ab, ob sie sich in verwertbares Wissen umwandeln ließen. Künstliche Intelligenz (KI) verändere, wie komplexe räumliche und zeitliche Daten analysiert werden. Viele Arbeitgeber suchten zunehmend Fachkräfte, die räumliches Denken mit maschinellem Lernen, Large Language Models, Cloud-Computing und Erdbeobachtungsanalysen verbinden.

Feitosa zufolge müssen die drei beteiligten Universitäten ihren gemeinsamen Lehrplan dem Tempo dieses Wandels anpassen. Auch die Lehr- und Bewertungsmethoden müssten überdacht werden, da KI-Werkzeuge inzwischen zum Arbeitsalltag der Studierenden gehörten.

Mit dem Geld der Europäischen Union wurde im Studiengang bislang die Ausbildung von mehr als 400 herausragenden Studierenden und Fachkräften aus über 85 Ländern finanziert. Ein großer Teil der Mittel fließt in Stipendien für internationale Studierende.

Die Auswahl der Stipendiaten für den Studienstart im Wintersemester 2027/28 beginnt Ende Oktober. Informationen zum Studienprogramm und zu den Aufnahmebedingungen gibt es unter https://mastergeotech.info/.

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