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Düsseldorf: WHU plant Umzug des Hauptsitzes von Vallendar bis 2034/35

Die private Wirtschaftshochschule WHU will ihren Hauptstandort von Vallendar in Rheinland-Pfalz nach Düsseldorf verlegen. Bis 2034/35 sollen alle Aktivitäten auf einem Campus im Medienhafen gebündelt werden. Das gaben die NRW-Landesregierung und die Hochschule gemeinsam bekannt. Die Kosten sind noch offen.

Mindener Tageblatt · 07.10.2026 · 16:14 Uhr

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Die Otto Beisheim School of Management (WHU) will ihren Hauptstandort von Rheinland-Pfalz nach Düsseldorf verlegen. Bis zum Studienjahr 2034/35 sollen ihre Aktivitäten auf einem einzigen Campus in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt zusammengeführt werden. Das teilten die NRW-Landesregierung und die private Hochschule gemeinsam mit. Vorgesehen ist ein großer Neubau im Düsseldorfer Medienhafen. Zu den Kosten des Vorhabens gab es zunächst keine Angaben. Einen Standort in Düsseldorf unterhält die WHU bereits seit 2010.

Bisher liegt der Hauptsitz der Hochschule in Vallendar bei Koblenz. Die 1984 gegründete Wissenschaftliche Hochschule für Unternehmensführung zählt nach den Angaben derzeit 2.100 Studierende an ihren beiden Standorten in Vallendar und Düsseldorf. In internationalen Rankings wird sie regelmäßig zu den führenden Business Schools Europas gerechnet.

WHU-Rektor Christian Andres sagte in Düsseldorf, beide Standorte sollten bis 2034 vereint werden. Der bisherige Nebensitz in Düsseldorf werde dann zum Hauptsitz. Andres sicherte zu, dass der Studienbetrieb in Vallendar bis dahin weiterlaufe. Wer dort ein Studium beginne, könne es auch dort abschließen.

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) erklärte, die Entscheidung der WHU für Düsseldorf zeige die internationale Anziehungskraft Nordrhein-Westfalens für Spitzenforschung und unternehmerische Ideen. Die WHU gelte als eine der führenden Hochschulen für Unternehmensgründungen und könne daher zusätzliche Impulse für Innovation und wirtschaftliches Wachstum geben. Die Sitzverlegung sei ein echter Gewinn für die Hochschullandschaft und für das Start-up-Ökosystem des Landes. Ihren internationalen Ruf hat sich die WHU unter anderem durch Start-ups erworben, die aus der Hochschule hervorgingen, darunter Zalando, Flixbus und Hellofresh.

Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) nannte den künftigen Campus ein Leuchtturmprojekt für die Stadt. Die WHU stärke den Wirtschaftsstandort und mache Düsseldorf für internationale Studierende, Talente und Unternehmen noch attraktiver. Nach seinen Worten stellt die Stadt das Grundstück bereit und erschließt es. Das Grundstücksgeschäft solle bis zum ersten Quartal 2027 abgeschlossen sein.

Bis zum fertigen Campus ist es demnach noch ein weiter Weg. Die Höhe der Gesamtkosten stehe noch nicht fest, sagte Christoph Glaser, Vorstandsvorsitzender der Stiftung WHU. Im Gespräch sei, dass die Beisheim-Gruppe die Kosten trägt, hinter der zwei gemeinnützige Stiftungen stünden. Zudem sollten weitere Partner gewonnen werden. Glaser bezeichnete Düsseldorf als den richtigen Ort für eine private Universität, die dem Markt folgen wolle. Hochschulen müssten stärker zu Knotenpunkten werden, an denen Studierende, Unternehmen, Forschung und öffentliche Institutionen zusammenkommen.

Laut Rektor Andres hatte die WHU bereits vor eineinhalb Jahren ein Masterprogramm nach Düsseldorf verlagert. Daraufhin sei die Zahl der Bewerber erheblich gestiegen, weshalb die Hochschule auch künftig wachsen werde. Um als Spitzenuniversität im Markt zu agieren, brauche die WHU ein passendes Umfeld, das sie in Düsseldorf finde. Als Metropole im Herzen einer der wirtschaftsstärksten Regionen Europas sei die Stadt dafür ideal.

Das Studienangebot der WHU umfasst Bachelor- und Masterprogramme in International Business Administration und Management. Den Namenszusatz „Otto Beisheim“ trägt die Hochschule seit 1993 zu Ehren ihres langjährigen Förderers, der zugleich Mitgründer des Handelskonzerns Metro war. Ein Semester kostet 9.300 Euro Studiengebühren. Nach Angaben der WHU nimmt etwa die Hälfte der Studierenden Stipendien oder andere Finanzierungsmöglichkeiten in Anspruch.

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