eezy.nrw im VRR: Mehr als 20 Millionen Fahrten
Nach Angaben des VRR wurde am 5. Oktober 2026 die Marke von mehr als 20 Millionen Fahrten mit eezy.nrw im VRR-System erreicht. Das entspricht rund drei Vierteln aller eezy.nrw-Fahrten in NRW. Landesweit wurden bislang rund 27 Millionen Fahrten registriert.

Am 5. Oktober 2026 wurde im VRR-System, das der VRR für viele Partner in Nordrhein-Westfalen bereitstellt, die Marke von mehr als 20 Millionen Fahrten mit eezy.nrw erreicht. Nach Angaben des VRR entfallen damit rund drei Viertel aller eezy.nrw-Fahrten in NRW auf das VRR-System. Landesweit wurden bislang rund 27 Millionen Fahrten registriert.
eezy.nrw war im Dezember 2021 als neue digitale Ticketalternative gestartet. Inzwischen ist das Angebot nach Darstellung des VRR für viele Menschen ein fester Bestandteil des Alltags. Nach Darstellung des VRR zeigt dies zugleich, dass sich die öffentliche Mobilität wandelt: Wer den ÖPNV nutzt, kauft immer seltener den klassischen Fahrschein und setzt stattdessen auf digitale Angebote.
Früher war die Wahl des richtigen Tickets nach Angaben des VRR oft aufwendig. Preisstufen, Geltungsbereiche, Verbundgrenzen, Anschlussmöglichkeiten und Sonderregelungen machten den Nahverkehrstarif erklärungsbedürftig. Das galt besonders im großen und dicht verflochtenen Verkehrsraum des VRR, in dem Menschen häufig überregional unterwegs sind.
Mit der Digitalisierung veränderte sich zunächst vor allem der Vertriebsweg. Fahrscheine wanderten vom KundenCenter oder Automaten auf das Smartphone und werden heute immer häufiger per App gekauft. Ein digitales Ticket bleibe jedoch kompliziert, solange Nutzer vor dem Kauf wissen müssten, welches Produkt, welche Preisstufe und welcher Geltungsbereich zur Fahrt passen.
Nach Angaben des VRR reicht es für Verkehrsunternehmen und Verbünde deshalb nicht, bestehende Tarifprodukte nur digital abzubilden. Digitale Angebote müssten echte Vereinfachungen schaffen und verständlich, verlässlich sowie leicht zugänglich sein, sowohl für regelmäßige Fahrgäste als auch für Gelegenheitsnutzer, die oft spontan einsteigen möchten. Ein einfacherer Zugang zum Nahverkehr führe daher nicht allein über neue Technik, sondern auch über verständliche Tarife.
Mit der großen Tarifreform hat der VRR den Nahverkehrstarif nach eigenen Angaben deutlich vereinfacht. Ziel war es, historisch gewachsene Strukturen aufzuräumen, die Zahl der Tarifangebote spürbar zu reduzieren und die Orientierung für Kund:innen zu erleichtern. Im Zentrum stehen nun das DeutschlandTicket mit seinen Varianten für unterschiedliche Zielgruppen, ein Basissortiment aus dem klassischen Verbundtarif und eezy.nrw.
Bei eezy.nrw nimmt der Tarif den Fahrgästen weitgehend die Wahl des passenden Angebots ab, was nach Angaben des VRR gerade für Gelegenheitskund:innen ein entscheidender Vorteil ist. Fahrgäste checken vor Fahrtbeginn über eine Smartphone-App ein und nach der Fahrt wieder aus. Das Hintergrundsystem berechnet den Fahrpreis anschließend automatisch auf Grundlage der Luftlinienentfernung zwischen Start und Ziel, ergänzt um einen Grundpreis. Eine vorherige Prüfung von Tarif oder Preisstufen ist daher nicht nötig.
Simone Mathea-Schönfeld, Prokuristin und Abteilungsleiterin Marketing beim VRR, nennt einen Preis-Stopp: In der 2. Klasse zahlen Kund:innen pro Fahrt nie mehr als den Preis eines vergleichbaren EinzelTickets für die zurückgelegte Strecke und monatlich nie mehr als den Preis des DeutschlandTickets, den sie mit aktuell 63 Euro angibt. Nach ihren Worten ist eezy.nrw damit der maßgebliche Tarif für Fahrgäste, die nur gelegentlich mit Bus und Bahn unterwegs sind, und zwar in allen Altersgruppen. Senior:innen nutzten den elektronischen Tarif ebenso wie junge Menschen.
Nach Aussage von Dr. Stephan Hörold, Prokurist und Abteilungsleiter Innovation / Information / zentrale IT beim VRR, rückt die tatsächliche Mobilität zunehmend in den Mittelpunkt, nicht mehr das Ticket. Früher mussten sich Nahverkehrskund:innen bei jeder Fahrt für ein Produkt und eine Preisstufe entscheiden. Heute wählen sie eezy.nrw, und den Rest übernehme die digitale Welt. Die mehr als 20 Millionen eezy-Fahrten zeigten, dass viele Kund:innen diese Einfachheit schätzen. Für den VRR sei eezy.nrw ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu einem digitalen Ticketing, das immer weniger Tarifkenntnisse erfordert.
Zahlreiche Verkehrsunternehmen im VRR bieten zudem Schulungen zu eezy.nrw an. Dort wird Schritt für Schritt erklärt, wie der elektronische Tarif funktioniert, wie die App genutzt wird und worauf beim Ein- und Auschecken zu achten ist. Die Angebote richten sich insbesondere an Menschen, die eezy.nrw bisher noch nicht genutzt haben. Interessierte sollten sich am besten direkt an ihr örtliches Verkehrsunternehmen wenden, das regelmäßig Termine anbietet oder individuelle Beratung ermöglicht. Ein Video des VRR zeigt außerdem, wie eezy.nrw im VRR funktioniert und welche Vorteile es bietet.