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Bochumer Symphoniker: Neuer Chef-Dirigent Aurel Dawidiuk findet Zuspruch

Der 26-jährige Aurel Dawidiuk ist neuer Generalmusikdirektor der Bochumer Symphoniker. Musiker des Orchesters und Publikum äußern sich laut Bericht positiv über ihn, und ein Musiker der Essener Philharmoniker gratuliert den Bochumern.

tagesschau · 18.10.2026 · 18:17 Uhr

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Aurel Dawidiuk, 26 Jahre alt, ist neuer Generalmusikdirektor und Chef-Dirigent der Bochumer Symphoniker. Musiker des Orchesters und Publikum äußern sich nach Angaben des Berichts sehr positiv über ihn. Im Titel einer WDR-Sendung wird er als Deutschlands jüngster Chef-Dirigent bezeichnet.

Der Solo-Posaunist Alexander Merz spielt seit 32 Jahren bei den Bochumer Symphonikern, den Bosys. Er lobt die vielen neuen Ideen des Dirigenten und sagt, dessen Körpersprache vermittle stets Präsenz. Davor war Dawidiuk nach Angaben des Berichts zwei Jahre in Amsterdam als Assistent des Chef-Dirigenten tätig.

Das Orchester durfte bei der Wahl des neuen Chef-Dirigenten mitbestimmen, ebenso die Bochumer Politik.

In Bochum übernimmt Dawidiuk erstmals in seiner Karriere zugleich die Aufgaben des Dirigenten und des Intendanten. Damit bestimmt er nicht nur das musikalische Programm der Bochumer Symphoniker, sondern kümmert sich auch um die Finanzen.

Nach Angaben des Berichts sind seine Konzerte gut besucht, mit ausverkauftem Haus wie beim Antrittskonzert im September.

Auf wiederkehrende Fragen nach seinem jungen Alter und seiner Spitzenposition reagiert Dawidiuk gelassen. Er sagt, dies sei weder für das Orchester noch für ihn selbst ein großes Thema.

Dawidiuk schätzt nach eigenen Worten den Enthusiasmus der Musiker. Man prüfe gemeinsam, ob über das bereits Erarbeitete hinaus noch mehr möglich sei. Nach seiner Aussage spielt er Bruckner ebenfalls zum ersten Mal, und beide Seiten helfen sich dabei gegenseitig.

Die Cellisten verzichten derzeit in den Pausen gern auf ihr Pausenbrot und diskutieren lieber mit Dawidiuk über die Musik von Anton Bruckner.

Im Konzertforum führt der Weg durch das historische Foyer mit dem komplett weiß gestrichenen Kirchenschiff. Dawidiuk sagt, er sei zunächst nur über den Hintereingang ins Haus gekommen und habe erst später erkannt, welches Juwel das Haus sei.

Nach seiner Aussage kam er vor allem wegen des großartigen Konzertsaals nach Bochum. Geprobt werde im Saal und nicht in anderen Räumen.

Der Tuba-Spieler Alexander Kritikos von den Essener Philharmonikern kennt Dawidiuk aus einem gemeinsamen Projekt in Bremen. Er bescheinigt ihm außergewöhnliches Wissen und Können, so als sei er schon sehr lange Dirigent. Kritikos gratuliert den Bochumern.

Zu den wenigen Freizeitbeschäftigungen neben der Musik zählt für Dawidiuk der Fußball. Sein Heimatverein ist Hannover 96. Wenn dieser im nächsten Jahr gegen den VfL Bochum spielt, will er sich eine Karte besorgen.

Auf die Frage nach Musikprojekten für alle, etwa im Stadion, sagte Dawidiuk, man werde schauen, was sich ergibt.

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